Änderung bei Social-Media-Button : Mehr Datenschutz bei Tagesspiegel.de

Nur ein kleiner Klick mehr für den User, aber ein großer Effekt für den Datenschutz. Tagesspiegel Online implementiert das neue "Zwei-Klick-Button"-System.

von
Facebook macht als Datensammler dem Google-Konzern Konkurrenz.
Facebook macht als Datensammler dem Google-Konzern Konkurrenz.Foto: dpa

Die Einbindung der Gefällt-Mir-Buttons von Google+, Twitter und Facebook ist bei vielen Web-Seiten längst standardisiert; auch beim Tagesspiegel gehört dies seit langem zum Service. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein kündigte bereits vor einigen Wochen an, ab Oktober 2011 gegen Social-Plugins und Fanpages von Webseitenbetreibern vorzugehen. Datenschützer warnen immer häufiger vor den Gefällt-Mir-Buttons, die automatisiert bei jedem Besuch persönliche Daten an die Kommunikationsplattformen übermitteln, auch ohne dass man diese aktiv angeklickt hat. Durch die übermittelten Daten können komplette Surfprofile der Nutzer erstellt werden.

Der Tagesspiegel legt viel Wert auf Datenschutz und die Privatsphäre seiner Nutzer. Deshalb greifen wir ab sofort - wie bereits einige andere große Seiten - auf eine zweistufige Empfehlungs-Lösung zurück, die nur mit Zustimmung der Anwender Daten übermittelt. So können Leser interessante Artikel und Bilderstrecken weiterhin ihren Freunden empfehlen und in ihren Newsfeed einbauen, ohne jedoch automatisch beim Öffnen Daten wie Seiten-URL oder Ähnliches preiszugeben.

Standardmäßig werden so deaktivierte rote Buttons eingebunden, die noch keinen Kontakt mit den Servern von Facebook & Co aufbauen. Erst wenn diese Buttons aktiviert und damit die Zustimmung zur Kommunikation mit Facebook, Google oder Twitter erklärt wird, beginnt eine Verbindung mit den Servern der Netzwerkplattformen. Mit einem zweiten Klick wird dann die Empfehlung übermittelt.

Autor

11 Kommentare

Neuester Kommentar