Apples Gerüchteküche : iPad 3 soll im März kommen - Erstmals zwei Versionen geplant?

Laut Zeitungsberichten wird Apple die nächste iPad-Generation Anfang März vorstellen. Das iPad 3 soll über die Turboverbindung LTE verfügen. Und noch etwas soll beim neuen iPad ganz anders werden - vielleicht.

Die alte Version. Das neue iPad 3 soll eine noch höhere Auflösung bieten.
Die alte Version. Das neue iPad 3 soll eine noch höhere Auflösung bieten.Foto: reuters

Apple will nach Informationen des „Wall Street Journal“ sein nächstes iPad-Modell auch für den Daten-Turbo LTE fit machen und Anfang März präsentieren. Wie schon erwartet, werde die dritte Auflage des erfolgreichen Tablet-Computers auch ein deutlich schärferes Bild dank höherer Auflösung bieten, berichtete die Zeitung am Dienstag. Zudem teste Apple nach Angaben aus Zulieferer-Kreisen jetzt doch auch eine kleinere iPad-Version.

Ein iPad mit der im Bericht genannten Bildschirmdiagonale von rund 8 Zoll (20,3 cm) wäre eine überraschende Abkehr von der bisherigen Apple-Position. Der im Herbst verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte seinerzeit Tablets von Konkurrenten in ähnlicher Größe als „Totgeburten“ abgeschmettert. Die Bildschirme seien zu klein, um den
Nutzern ein gutes Tablet-Erlebnis zu bieten.

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Die auch nach knapp zwei Jahren andauernde Dominanz des größeren iPad (9,7 Zoll/24,6 cm) im Tablet-Markt scheint die bisherige Apple-Position zu bestätigen. Allerdings soll sich im Weihnachtsgeschäft auch das abgespeckte 7-Zoll-Tablet Kindle Fire von Amazon millionenfach verkauft haben. Der Online-Einzelhändler nennt allerdings keine Verkaufszahlen für sein Gerät, das nach Berechnungen von Experten unter dem Herstellungspreis vertrieben wird. Amazon verdient sein Geld mit den Inhalten, die für den Kindle bestimmt sind.

Darüber, dass das neue iPad das erste Apple-Gerät mit LTE werden könnte, wurde auch schon zuvor spekuliert. Die neue Funktechnik bietet zwar deutlich schnellere Datengeschwindigkeiten - die Nutzer bezahlen dafür aber auch mit einer kürzeren Batterielaufzeit. Außerdem ist das Mobilfunknetz der vierten Generation in den USA nicht flächendeckend verfügbar.

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Während Konkurrenten wie Motorola auch schon LTE-Smartphones im Angebot haben, hielt sich Apple bei seinem iPhone bisher damit zurück. Für das iPad dürfte der höhere LTE-Stromverbrauch leichter zu bewältigen sein, weil das Gerät eine deutlich größere Batterie hat. Dem „Wall Street Journal“ zufolge werden in den USA die Netzbetreiber AT&T und Verizon Wireless das LTE-iPad anbieten. LTE-Netze werden auch schon in Deutschland aufgebaut, sind aber auch hier noch sehr lückenhaft.

Unterdessen geht der Streit um Patente weiter. Eine chinesische Technologiefirma, die die Rechte an dem Markennamen “iPad“ beansprucht, bemüht sich um ein Handelsverbot für die Tablet-Computer von Apple in der Volksrepublik. Ein Antrag auf Unterbindung der Ein- und Auslieferungen sei beim chinesischen Zoll eingereicht worden, teilte der Anwalt des Unternehmens Proview Technology am Dienstag mit. Der Rechtsstreit zieht sich seit einiger Zeit hin. Medienberichten zufolge haben chinesische Behörden in einigen Städten bereits Händler angewiesen, den Verkauf von iPads zu stoppen.

Apple wies den Vorwurf zurück, gegen Markenrechte verstoßen zu haben. Eine Sprecherin erklärte, die weltweiten Rechte für die Nutzung der Marke seien Proview vor Jahren
abgekauft worden. Der Konzern aus Shenzhen weigere sich jedoch, dies für China zu akzeptieren. Zuletzt habe sich auch ein Hongkonger Gericht in diesem Fall auf die Seite des
US-Konzerns gestellt.

Experten halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Unternehmen einen Vergleich schließen und Apple Proview eine Kompensationszahlung für die Nutzung des Namens iPad in China leistet. (dpa,reuters)

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