Digital : Aufpassen beim Surfen am Arbeitsplatz

Privates Internetsurfen am Arbeitsplatz führt nur in schweren Fällen zur Kündigung. Dies könne etwa der Fall sein, wenn der Arbeitnehmer besonders viel im Internet unterwegs war, sagt Jürgen Weinknecht, Fachanwalt für Internetrecht in Köln. Weinknecht verwies auf ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt. Demnach ist es grundsätzlich zulässig, einem Mann zu kündigen, der während der Arbeitszeit stundenlang Erotikseiten angeschaut und dafür Überstunden abgerechnet hatte. Neben der „erheblichen schuldhaften Verletzung der arbeitsrechtlichen Pflichten“ könne auch ein schwerer Schaden für das Unternehmen die Kündigung rechtfertigen. Dies sei der Fall, wenn der Ruf der Firma geschädigt wurde oder wenn ihr ein großer finanzieller Schaden durch die abgerechneten Überstunden entstanden ist. dpa

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