Blogmagazin : Die Internetausdrucker

Christoph Boecken hat aus mehreren Blogeinträgen und Twitter-Posts ein Magazin gemacht. Herausgekommen ist ein 48-seitiges Hochglanzprodukt mit dem Namen „Ausdruck“. Am Kiosk wird es nicht ausliegen. Dafür ist es kostenlos.

Nadine Lantzsch
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Internet mal anders: So sieht "Ausdruck" ausgedruckt aus. -Screenshot: www.jeriko.de

„Einerseits sollen dadurch auch ältere, möglicherweise bereits längst vergessene Geschichten wieder in Erinnerung gerufen oder neuen Lesern bekannt gemacht werden, andererseits wollte ich mich an einem Printmedium versuchen“, begründet Boecken, auch besser bekannt unter dem Pseudonym „Jeriko“, seine Idee für das Magazin auf seiner Website.

Boecken hat für „Ausdruck“ acht Texte der deutschen Blogosphäre ausgewählt und mehrere Twittereinträge (auch Tweets genannt) zum Thema „Mutter“ zusammengestellt. Die Texte sind allerdings nicht willkürlich ausgewählt, sondern Empfehlungen von Freunden oder Boeckens Lieblingspost. Er bereitete die Texte mit frei verwendbaren Flickr-Fotos auf, entwickelte Layout und Typografie selbst und fügte das Ganze am Ende zu einem Magazin zusammen.

In die Kioske wird es „Ausdruck“ nicht schaffen. Dafür stellt Christoph Boecken die PDF-Vorlage zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die kann sich der geneigte Leser daheim an seinem Rechner ausdrucken. Auf „Issuu“ kann man die Zeitschrift auch online wie ein Printmagazin lesen.

Es gibt allerdings schon jetzt Anfragen von Lesern, die „Ausdruck“ wirklich ausgedruckt, gebunden und zum Anfassen haben wollen. Vielleicht wird das Internet ja doch bald am Kiosk verfügbar sein.

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