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Computer Electronics Show : Die Welt ist ein Tablett

07.01.2011 13:26 Uhrvon
Ist die Zukunft ein Hybrid? In der Flut der 80 Tablet-PCs, die bei der am Mittwoch in Las Vegas eröffneten "Computer Electronics Show" (CES) vorgestellt werden, fällt vor allem das IdeaPad U1 von Lenovo auf: Im Deckel des Notebooks befindet sich ein herausnehmbarer Tablet-PC, der auch einzeln als LePad verkauft werden soll. Das Tablet arbeitet mit dem Betriebssystem Android. Befindet sich das LePad im Deckel, dient es als Bildschirm für ein Notebook, das dann mit Windows 7 läuft.Bilder
Ist die Zukunft ein Hybrid? In der Flut der 80 Tablet-PCs, die bei der am Mittwoch in Las Vegas eröffneten "Computer Electronics Show" (CES) vorgestellt werden, fällt vor allem das... - Foto: AFP

Mit Windows oder Android, mit und ohne Tastatur – 80 neue Flach-PCs werden in Las Vegas präsentiert.

Namen sagen nicht alles: Die US-Messe Computer Electronics Show (CES), die von Donnerstag bis Sonntag in Las Vegas stattfindet, hat weit mehr zu bieten als Hard- und Software aus der Computerwelt. Auf der CES werden die Trends der gesamten Welt der Elektronik gezeigt – und die reichen in diesem Jahr von Tablet-PCs über 3D-Fernseher und digitale Fotoapparate bis hin zur Zukunft von Windows.

STARTSCHUSS VON STEVE BALLMER

Die Eröffnungsrede der CES wird traditionell von Microsoft-Chef Steve Ballmer gehalten. Am Mittwochabend präsentierte er eine sehr frühe Version von Windows 8 – ohne dabei allzu viel zu verraten, denn die Benutzeroberfläche stammte vom derzeit aktuellen Windows 7. Der größte Unterschied zwischen den beiden Versionen besteht offenbar darin, dass der Nachfolger über seine Rolle als reines PC-Betriebssystem hinauswachsen soll.

„Egal welche Hardware, Windows ist schon da“, sagte Ballmer in Las Vegas. Computer mit ARM-Prozessoren gelten als stromsparender, allerdings müssen dafür nicht nur die Windows-Komponenten, sondern auch die Programme angepasst werden. Die Präsentation neuer Tablet-PCs – im letzten Jahr hatte Ballmer einen Slate-PC von HP vorgestellt, der dann aber erst im Laufe des Jahres auf den Markt kam – überließ der Microsoft-Chef indes anderen.

FÜR JEDEN BEDARF UND GELDBEUTEL

Ein Jahr nach der Vorstellung des iPads von Apple gab es aus dem Bereich der Tablet-PCs die meisten neuen Produkte und Ankündigungen. Besonders ein Trend fällt auf: 2011 werden Tablets für jeden Bedarf, jeden Geldbeutel und in fast jeder Größe auf den Markt kommen. Der taiwanesische Computer-Hersteller Asus stellt drei unterschiedliche Typen vor. Der EeePad Transformer, für den es eine Zusatztastatur gibt, wird 300 Euro kosten. Zudem wird Asus den Asus EeeSlate EP121 anbieten, ein leistungsstarker Tablett-PC mit Intel i5-Prozessor und Windows 7. Für 380 Euro wird es von Asus ab Mai zudem das EeePad Slider geben, bei dem sich eine Schiebetastatur unterm Display befindet. Insgesamt werden nach Angaben der CES-Veranstalter in Las Vegas 80 neue Tablet-PC-Modelle präsentiert, auch der Smartphone-Hersteller Blackberry zeigt den Prototyp eines 7-Zoll-Geräts. Apple ist auf der CES nicht vertreten, Marktbeobachter erwarten aber in Kürze die Vorstellung eines verbesserten iPads.

ERSTE TABLET- PCS MIT ANDROID 3

Motorola und Asus zeigen in Las Vegas erste Modelle von Tablet-PCs mit Googles speziell für diese Gerätekategorie erweitertem Mobil-Betriebssystem Android 3, das den Namen „Honeycomb“ (Honigwabe) trägt. Das Motorola-Tablet „Zoom“ kann, anders als das iPad, auch mit Flash-Internetseiten umgehen, verfügt über zwei Kameras und unterstützt den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution). Ein interessantes Konzept verfolgt Lenovo mit dem Hybrid-Mobilcomputer IdeaPad U1. Im Deckel des Notebooks befindet sich ein herausnehmbarer Tablet-PC, der auch einzeln als LePad verkauft werden soll. Das Tablet arbeitet mit dem Betriebssystem Android. Befindet sich das LePad im Deckel, dient es nur noch als Bildschirm für das Notebook, das dann mit Windows 7 läuft. Als Kombi soll das IdeaPad U1 990 Euro kosten, das 10-Zoll-Tablet allein wird es für 400 Euro geben.

3-D-FERNSEHER OHNE BRILLE

Der schleppende Verkauf von 3-D-Fernsehern hat auch damit zu tun, dass viele Menschen nicht mit einer Spezialbrille vor den Fernseher sitzen wollen. Toshiba zeigt in Las Vegas, wie es mit der sogenannten Integral-Imaging-Technik auch ohne funktionieren kann. Dabei kommen spezielle hochauflösende Displays mit einem besonderen Linsensystem zum Einsatz, die die Halbbilder leicht räumlich versetzt darstellen. In einer bestimmten Entfernung vom Fernseher werden die Bilder so dreidimensional wahrgenommen. Während Toshiba in Japan auch kleinere Fernseher diesen Typs mit Größen bis zu 20 Zoll anbieten will, sollen in Europa vor allem große 40-Zoll-Geräte angeboten werden. Voraussichtlich wird Toshiba die 3-D-TVs aber erst zum Weihnachtsgeschäft in den Handel bringen, mit erheblich höheren Preisen als bei den sonstigen Fernsehern.

3-D-CAMCORDER VON SONY

Zu den Handicaps von 3-D-TV gehört auch, dass es bislang zu wenig Filme mit 3D gibt. Dies will Sony mit dem Camcorder HDR-TD10 ändern. Die Kamera nimmt Videos gleich doppelt in High Definition auf. Dazu wurden alle nötigen Komponenten wie Linsen, Sensor und Videoprozessor zweimal eingebaut. Der HDR-TD10E soll Mitte April für rund 1600 Euro in den Handel kommen.

KEINE ENDE AM PIXEL-HORIZONT

Der japanische Hersteller von digitalen Fotoapparaten ist gleich mit einem guten Dutzend neuer Kameras zur CES angereist. Für den ambitionierten Hobby-Fotografen dürfte vor allem die neue Fuji Finepix HS20, eine Superzoom-Kamera mit 30-fachem Zoom interessant sein. Der darin verbaute EXR-Sensor bringt es auf eine Auflösung von 16-Megapixeln, und zwar nach Einschätzung der Experten des Heise-Verlages ohne nennenswerte Zunahme des Bildrauschens. Zudem erlaubt der sehr schnell arbeitende Apparat Bilderserien von bis zu acht Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung. Videos werden mit Full-HD aufgenommen. Einziges Manko ist das Gewicht von knapp 640 Gramm ohne Akkus. Der Preis soll bei 430 Euro liegen.

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