COMPUTER Frage : An Gerhard Ziegler Geschäftsführer PC Notruf

Klonen erlaubt - bei Festplatten

An Gerhard Ziegler

Meine Festplatte ist voll. Was muss ich tun, um beim Einbau eines größeren Speichers nicht alles neu installieren zu müssen?

Grundsätzlich gibt es drei Arten, eine neu eingebaute Festplatte einzusetzen. Am einfachsten ist es, die neue Festplatte als zusätzliches Laufwerk zu nutzen. Nach dem Einbau verlagern Sie bei Windows XP das Verzeichnis „Eigene Dateien“ (mit „Start“, Rechtsklick auf „Eigene Dateien“ – Eigenschaften – Verschieben) auf die neue Festplatte. Bei Windows Vista können auch einzelne Unterordner verlagert werden – über Rechtsklick auf „Eigene Dateien“ – Eigenschaften – Verschieben. Sinnvoll ist es, auch bei den entsprechenden Programmen die Standardverzeichnisse – soweit vorhanden – umzustellen. Bei Word findet man diese Einstellung unter Extras – Optionen – Speicherort für Dateien.

Bei der zweiten Möglichkeit wird über die Windows-Speicherverwaltung die alte und die neue Platte logisch zu einem sogenannten dynamischen Laufwerk zusammengefasst. Das klingt verlockend, ist es aber in der Praxis nicht, da es dabei zum Verlust aller Daten kommen kann.

Die dritte Möglichkeit ist, die alte Festplatte komplett durch eine neue zu ersetzen. Dazu wird eine genaue Kopie des Betriebssystems erstellt. Allerdings werden dazu spezielle Backup-Programme wie zum Beispiel Norton Ghost oder Acronis True Image benötigt. Dieses Verfahren wird auch als Festplattenklonen bezeichnet und bietet den Vorteil, dass das System vollständig erhalten bleibt. Dies erfordert jedoch Erfahrung und Wissen im Umgang mit den Programmen.

Egal, für welche Methode man sich entscheidet: Vor Beginn der Arbeit sollte man seine Daten und Einstellungen komplett sichern. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ist es zumeist besser, einen Experten mit dem Einbau der Festplatte zu beauftragen. Foto: Mike Wolff

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