Computer : Windows XP: So lange der Vorrat reicht

Es wird eng. Nachdem Microsoft Ende Juni die Auslieferung seines im Jahr 2001 eingeführten Betriebssystems Windows XP eingestellt hat, wird es erheblich komplizierter, an den beliebten Vorgänger von Windows Vista heranzukommen. Spezial-Angebote gibt es vor allem für Firmenkunden.

Hans-Christian Roestel

In jedem Fall gibt es Windows XP weiterhin auf der neuen Computerklasse der Netbooks, zu denen Geräte wie der Eee PC von Asus oder der neue Aldi-Mini-Computer gehören. Aber auch für Standard-Computer und Notebooks bestehen Ausnahmen. Diese gelten für Firmenkunden, deren Unternehmenssoftware mitunter nicht mit Vista funktioniert. Für private Nutzer, die das gewohnte XP-System beziehen wollen, gilt hingegen die Devise: solange der Vorrat reicht.

Die großen Computerverkäufer wie unter anderem die Media Markt/Saturn-Gruppe werden ihre Restbestände an Computern mit vorinstalliertem XP verkaufen. Computereinzelhändler wie die Berliner Firmen Indat und PCC bieten auch Privatkäufern die Downgrade-Optionen von Herstellern wie Fujitsu-Siemens und Toshiba („Twin Load“) oder Hewlett-Packard („Vista Downgrade XP“). Dabei wird ein Vista-Paket gekauft, für das der Kunde eine Lizenz erhält, um den Computer auf Windows XP zurückzusetzen. Daniel Dlugolencky, Serviceleiter beim Berliner Computerhändler PCC: „Bei Windows Vista Business und Vista Ultimate ist ein Zurücksetzten auf XP Professional möglich. Das gilt allerdings nicht für die Retail-Version von Vista Ultimate.“ Zur Zeit sei XP aber noch als Software oder zusammen mit einigen Neurechnern lieferbar. Auch beim Berliner Händler Indat sind noch „mittlere Stückzahlen“ auf Lager, so Oliver Fuhrmann vom Indat-Vertrieb. Er machte zudem noch auf eine andere Alternative zum Vista-Kauf aufmerksam. So bietet Microsoft sogenannte „System Builder Editions“ an, mit denen der Kunde ebenfalls das Recht zum Downgrad auf XP erhält. Insgesamt jedoch ist klar: Die Zeit zum XP-Kauf ist so gut wie abgelaufen. „Der Normalverbraucher hat sich an Vista gewöhnt“, wie es Heinrich Köhne, Einkäufer der Expert-Gruppe aus Hannover-Langenhagen sagt. Hans-Christian Roestel

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