ComputerFrage : Fernwartung braucht Vertrauen

Die Windows-Fernwartung erlaubt es, Probleme auch von außerhalb zu beseitigen. Reinhold Scheck erklärt, was es dabei zu beachten gibt.

Gibt es auch unter Windows 7 die Möglichkeit einer Fernwartung und was muss ich beachten, wenn ich auf diese Weise fremde Hilfe in Anspruch nehme?

Bei einer Fernwartung – in Windows 7 heißt sie „Remoteunterstützung“ – wird Ihr Computer mit dem Computer einer anderen Person verbunden, die von Ihnen gebeten wurde, beim Aufspüren und/oder Lösen eines Problems behilflich zu sein. Der Helfer kann nun von seinem Standort aus Ihren Bildschirm sehen und, wenn Sie dem zustimmen, auch an Ihrem Gerät so arbeiten, als säße er direkt davor. So weit, so nützlich. Andererseits ist eine solche Aktion nicht frei von Risiken. Nicht nur, weil Sie einer fremden Person umfängliche Einblicke und Zugriffe auf Ihre Dateien und Einstellungen gewähren, gegebenenfalls auch auf solche, die Sie vielleicht gerne verbergen möchten oder von denen Sie gar nicht wissen, dass es sie gibt, wo sie sich befinden und dass sie für einen Experten einsehbar sind. Sie nehmen auch in Kauf, dass eine Remoteunterstützung erfolglos bleibt oder schlimmstenfalls zusätzliche Probleme entstehen. Wichtig ist also: Wenn ein derartiger Zugriff im Privatkontakt stattfindet – der gute Bekannte mit den umfangreichen PC-Kenntnissen – haben Sie in rechtlicher Hinsicht keinerlei Ansprüche an den Helfer oder an die Qualität seiner Leistung. Eine Remoteunterstützung setzt also ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen den beteiligten Personen voraus.

Technische Unterstützung bietet die Windows-Hilfe besonders bei Verbindungsproblemen. Bevor Sie unter Windows 7 eine Remoteunterstützung starten, sollten Sie prüfen, ob diese Ressource aktiviert ist. Der Zugangsweg: Systemsteuerung – System – Remoteeinstellungen und Registerkarte Remote im dann erscheinenden Dialogfeld. Beachten Sie dort auch was unter „Erweitert“ zu finden ist. Um die Unterstützung zu erhalten, müssen Sie dem potenziellen Helfer eine spezifische Einladung schicken, beispielsweise per E-Mail. Um die beizufügende Datei – sie enthält die nötigen Verbindungsinformationen – versandfertig zu machen, gehen Sie am besten so vor: Klick auf Start, dann im Suchfeld Eingabe von „Windows-Remoteunterstützung“, dann Klick auf den entsprechenden Listeneintrag, dann weiter wie in den Dialogfeldern beschrieben. Foto: Q

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