DATENRATEN : Mehr Schwund als alles andere

Wie so oft im Leben sind die Angaben auf den bunten Verpackungen auch bei Wireless-Lan-Geräten nur mit Vorsicht zu genießen. Die maximale Übertragungsrate, die der derzeit gebräuchliche Standard IEEE 802.11g (zumeist kurz 11g genannt) zulässt, liegt bei 54 Megabit pro Sekunde (Mbbs) – brutto ohne Abzug der Verluste. Die maximale Nettorate ist nicht einmal halb so groß und liegt bei nur noch 25 Mbps. Beim neuen Standard 11n verringert sich die Maximalrate von 300 Megabit pro Sekunde sogar auf gerade einmal ein Drittel. Verbindet die Wireless-Lan-Basisstation gar mehrere Computer, muss dieser Wert noch einmal durch die Anzahl der Geräte geteilt werden. Beim aktuellen Standard 11g bleiben bei zwei Rechnern nur noch 12,5 Megabits pro Sekunde übrig. Funken zwei Haushalte mit ihren WLan-Routern auf dem gleichen oder einem benachbarten Kanal, ist auch dieser Wert Makulatur, denn dann wird die tatsächliche Übertragungsrate nochmals geteilt. Wenn dann zwischen Router und Computer noch eine dicke Wand liegt, kommt am anderen Ende vom einst so dicken Internetstrom kaum noch etwas an. Größere Dateien oder gar Videos von Youtube oder der ZDF-Mediathek ruckeln dann nur noch unmotiviert über den Bildschirm, egal ob man nun einen DSL-Anschluss mit 1000, 6000 oder gar 16 000 Kilobit pro Sekunde gebucht hat. sag

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