DEUTSCHER COMPUTERSPIELPREIS : Berliner Spieleentwickler räumen ab

Zum ersten Mal wurde am Dienstagabend in München der Deutsche Computerspielpreis vergeben. Bestes Deutsches Spiel und zugleich Bestes Jugendspiel wurde "Das Schwarze Auge - Drakensang" des Berliner Entwicklerstudios Radon Labs.

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Bestes Deutsches Spiel: "Das schwarze Auge - Drakensang".Screenshot: Promo

Am Dienstagabend wurde in München erstmals der mit insgesamt 600 000 Euro dotierte Deutsche Computerspielpreis verliehen. In neun Kategorien wurden herausragende deutsche Spieleproduktionen ausgezeichnet, darunter ein Titel aus Berlin.

In der wichtigsten Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“ überreichte Kulturstaatsminister Bernd Neumann die mit 150 000 Euro dotierte Auszeichnung für „Das schwarze Auge – Drakensang“ an dtp entertainment und das Berliner Entwicklerstudio Radon Labs. Das „faszinierende Fantasyspiel“ wurde zugleich „Bestes Jugendspiel“. Urteil der Jury: „Drakensang“ mache Appetit auf mehr und sei für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet. Als „Bestes Kinderspiel“ erhielt das Schachlernprogramm „Fritz & Fertig“ den mit 75 000 Euro versehenen Preis. Über einen Sieg kann sich auch die Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft FHTW für das beste Studentenkonzept „Snatch’Em“ sowie das Elsa-Brandström- Gymnasium aus Oberhausen für das Schülerkonzept „Monkeys World Wide“ freuen.

Bestes Browsergame wurde „Ikariam“. In der Kategorie „Bestes Mobiles Spiel“ setzte sich „Crazy Machines“ durch. „Bestes Serious Games“ wurde „Tech Force“ rund um die Berufe der Metall- und Elektroindustrie. Bei den besten internationalen Spielen gab es mit dem Nintendo-Bewegungsspiel „Wii Fit“ und Sonys „Little Big Planet“ zwei Sieger. Die 36-köpfige Jury hatte unter 150 Einsendungen zu entscheiden.

Grundlage des Preises war der Entschluss des Bundestages vom Februar 2008, den Standort Deutschland auch für Computerspielentwickler zu fördern und dabei besondere Anreize für die Entwicklung innovativer, kulturell und pädagogisch wertvoller Spielkonzepte und -Inhalte zu schaffen. Der Preis wird von den Branchenverbänden Bitkom, BIU, BVDW und G.A.M.E. gemeinsam mit Kulturstaatsminister Neumann getragen. sag

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