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Drogenportal "Silk Road" : Am Ende der Seidenstraße

Auf der Internet-Plattform "Silk Road" wurde jahrelang mit harten Drogen gehandelt. Jetzt nahm das FBI den Betreiber fest. Wie haben sie ihn gefunden?

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Kick per Klick: Auf "Silk Road" konnte man sich Drogen nach Hause bestellen.
Kick per Klick: Auf "Silk Road" konnte man sich Drogen nach Hause bestellen.Foto: dpa

Eine Geschichte für alle, die immer noch an das Märchen vom Internet als rechtsfreien Raum glauben: Die geheime, anonyme und hochgradig kriminelle Online-Handelsplattform „Silk Road“ ist diese Woche von der US-Polizei hochgenommen worden. Der Name „Seidenstraße“ war dabei ein hübscher Euphemismus, denn in dieser dunklen Ecke des Internets wurde nicht mit Gewürzen und Textilien gehandelt, sondern mit Heroin, Kokain, Crystal Meth und allerlei anderen illegalen Substanzen. Medien verpassten der Plattform den Spitznamen „Ebay für Drogen“, in knapp drei Jahren wurde weltweit Stoff im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Erreichbar war „Silk Road“ nur über das Anonymisierungsnetzwerk Tor, gezahlt wurde mit Bitcoins, was Käufern, Verkäufern und dem Betreiber größtmögliche Anonymität versprach. Von wegen!

Wie sich herausstellte, handelt es sich bei dem Betreiber der Seite um einen 29-jährigen ehemaligen Physikstudenten aus San Francisco. Festgenommen wurde er in einer Bibliothek mit W-Lan-Zugang. Offenbar war der junge Mann Fan des österreichischen Liberalismus-Theoretikers Ludwig von Mises und wollte auf seine sehr eigene Art beweisen, dass dieser Planet friedlicher und überhaupt besser wird, wenn Staatsgewalten keinen Einfluss haben. Klingt leicht nach Robin Hood, aber Mitleid muss an dieser Stelle sicher nicht aufkommen, denn wenn die Ermittler recht haben, hat derselbe Freidenker und Weltverbesserer in den vergangenen Monaten gleich zwei Auftragsmorde avisiert.

Kurios ist, wie die Ermittler von FBI, Homeland Security und der Antidrogenbehörde DEA dem Betreiber schließlich auf die Spur kamen: nicht nämlich über supermoderne Spionagesoftware oder aufwendige Rasterfahndung. Sie haben einfach nachgeschaut, welcher Internetnutzer vor Jahren zum allerersten Mal in einem öffentlichen Forum von einer geheimen Plattform namens „Silk Road“ schrieb. Treffer.

Wer das Internet heute noch als „rechtsfreien Raum“ denunziert, ist entweder ahnungslos oder bösartig. Täter können sich noch so anstrengen, ihre Spuren zu verwischen: Es wird immer Menschen geben, die sich schusselig anstellen (oder im Fall des „Silk Road“-Betreibers: sensationell schusselig). Es wird Komplizen und Mitwisser geben, die – wie im Fall kino.to – Verrat begehen. Vor drei Jahren wurde deutschlandweit über die Mobbingseite „isharegossip“ geklagt, auf der Schüler anonym ihre Klassenkameraden beschimpften. Gegen diese Seite kann man rein gar nichts unternehmen, hieß es damals, zu gewieft seien die Täter. Tatsächlich hat sich auch dieses Problem gelöst. Schülerfreundliche Hacker haben die Seite gekapert und zwangsgeschlossen. So ist das im Internet: Die guten und die bösen Jungs liefern sich ein ewiges Wettrennen, mit immer neuen Tricks und Finessen. Wer das mit „rechtsfreiem Raum“ gleichsetzt, sollte sich mal in der Offline-Welt umsehen.

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