E-MAIL-DIENSTE : Gratis gewinnt

E-Mails sind nach wie vor die Killerapplikation des Internets, daran hat sich nichts geändert. Wohl aber daran, dass ein kostenloser Dienst die Bezahlangebote in den Schatten stellt. So kamen die kostenpflichtigen Mail-Dienste GMX TopMail, Arcor Pia plus, Freenet Mail Power, Yahoo Mail Plus und DirectBox pro zwar ebenfalls auf die Gesamtnote Befriedigend, der klare Sieger der Zeitschrift „Test“ (7/2009) heißt jedoch mit der Endnote 2,7 Google Mail.

„Die Top-, Plus, Club- und Profidienste kosten bis zu fünf Euro monatlich und bieten meist nur ein größeres Postfach oder erlauben größere Dateianhänge“, heißt es in dem Bericht der Stiftung Warentest. Das Bezahlangebot 1email.eu Profi fiel zudem mit einem glatten Mangelhaft komplett durch.

Mit dem Umkehrschluss gratis gleich gut liegt man allerdings ebenfalls falsch. Selbst große Freemail-Anbieter wie AOL, GMX, T-Online, Web.de sowie Hotmail haben Probleme: T-Online eMail Basic floppte beim Virenschutz, bei AOL und Hotmail werden größere Anhänge nur schleppend übertragen, und speziell GMX FreeMail und Web.de fallen durch „überbordende Werbung“ auf.

Aber auch Testsieger Google Mail hinterließ bei den Warentestern unterm Strich ein „Unbehagen“. Wie alle kostenlose Dienste finanziert sich Google Mail durch Werbung. Um die Reklame möglichst zielgerichtet auf den Nutzer zuzuschneiden, wertet Google die Inhalte der Mails aus, um etwa zu einer Urlaubsmail ein passendes Reiseangebot zu präsentieren. Immerhin weist Google darauf ausdrücklich hin.

Werbefrei sind jedoch nicht einmal die Bezahldienste, fand „Test“ heraus. Bei Yahoo und Arcor seien es noch „erfreulich wenige Anzeigen“ gewesen, besonders nervig empfanden die Warentester die Werbestrecken bei freenet, GMX und Web.de, bei denen die Werbung sogar direkt ins Postfach gelangt. sag

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