Elektronische Spionage : Tausende Dokumente gestohlen

Die Spur führt nach China: Kanadische Wissenschaftler haben zufällig eine elektronische Spionageaktion entdeckt, durch die weltweit tausende Dokumente gestohlen wurden

TorontoKanadische Wissenschaftler sind eher zufällig einer riesigen elektronischen Spionageaktion auf die Spur gekommen. Der Dalai Lama hatte im Munk-Zentrum für Internationale Studien in Toronto eine Überprüfung seines Computers auf schädliche Software in Auftrag gegeben.

Im Rahmen ihrer Untersuchung entdeckten die Forscher ein System, das Computer in mehr als hundert Ländern der Welt geknackt und tausende Dokumente gestohlen hat. Betroffen waren häufig Botschaften, Außenministerien und andere staatliche Behörden sowie die Büros des Dalai Lama in Indien, Brüssel, London und New York.

Das System wurde fast ausschließlich von Computern in China kontrolliert, eine Verstrickung der chinesischen Regierung ließ sich jedoch nicht nachweisen. (sp/dpa)

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