Digital : Geschäft mit Billigmusik geht weiter Online-Betreiber von allofmp3 freigesprochen

Der frühere Betreiber des inzwischen geschlossenen populären russischen Online-Musikanbieters allofmp3.com ist in Moskau vom Vorwurf des Verstoßes gegen das Urheberrecht freigesprochen worden. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass Denis Kwassow mit dem seinerzeit auch aus dem Westen genutzten Portal die Rechte westlicher Plattenfirmen verletzt habe. Der Anbieter allofmp3.com hatte für weniger als zwei Euro ganze Alben an Kunden verkauft, ohne die Künstler am Gewinn zu beteiligen. Der Internationale Verband der Phonoindustrie in Moskau kündigte Berufung gegen die Gerichtsentscheidung an. Auf Druck der Behörden war allofmp3.com Anfang Juli geschlossen worden, nachdem die US-Regierung wiederholt protestiert hatte. Nach Einschätzung russischer Branchenkenner hat sich das Geschäft mit den billigen Musikdateien von allofmp3.com auf andere Anbieter verlagert. So gibt es eine Webseite, die in nahezu identischer Aufmachung populäre Titel anbietet. Bei allofmp3.com sollen weltweit mehrere Millionen Kunden angemeldet gewesen sein. Der Jahresumsatz wurde zuletzt auf 30 Millionen Dollar (22,3 Mio Euro) geschätzt. dpa/Tsp

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