LulzSec und Anonymous : Briten nehmen mutmaßlichen Hacker fest

Ermittler in Europa und den USA gehen verstärkt gegen Mitglieder der Hackergruppen LulzSec und Anonymous vor. Ein 18-Jähriger soll in beiden Netzwerken eine wichtige Rolle spielen.

Mitten im britischen Medienskandal LulzSec drang LulzSec in die Server der "Sun" ein und veröffentlichte eine Falschmeldung über den Tod des Medienmoguls Rupert Murdoch.
Mitten im britischen Medienskandal LulzSec drang LulzSec in die Server der "Sun" ein und veröffentlichte eine Falschmeldung über...Foto: dpa

Die britische Polizei hat den mutmaßlichen Sprecher der Hackergruppen Lulz Security und Anonymous festgenommen. Der 18-Jährige, der im Internet unter dem Pseudonym „Topiary“ auftrete, sei auf den schottischen Shetland-Inseln aufgegriffen und in Polizeigewahrsam nach London gebracht worden, teilte Scotland Yard am Mittwoch mit. Seine Wohnung wird durchsucht.

Obwohl sich Lulz Security (LulzSec) und Anonymous unterscheiden, haben sie teilweise dieselben Mitglieder und verfassen manchmal gemeinsame Erklärungen. Am Mittwoch hatten beide Gruppen zum Boykott des Online-Zahlungsservices Paypal aufgerufen, weil dieser sich weiterhin weigere, Spenden für die Enthüllungsplattform Wikileaks entgegenzunehmen.

LulzSec hatte sich in der Vergangenheit zu einer Reihe spektakulärer Angriffe auf Webseiten von Unternehmen wie Sony und Nintendo und den US-Geheimdienst CIA bekannt. Vergangene Woche knackte die Gruppe die Internetseite der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ und verbreitete eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von Medienmogul Rupert Murdoch.

Die Hackergruppe Anonymous wurde bekannt durch ihre Cyber-Attacken auf Unternehmen wie Paypal und Visa. Zuletzt behauptete die Gruppe, auch Rechner des Verteidigungsbündnisses Nato geknackt zu haben.

Seit einiger Zeit gehen die Behörden verschärft gegen beide Gruppen vor. Bei Razzien in den USA, Großbritannien und den Niederlanden wurden nach Angaben der US-Bundespolizei FBI von vergangener Woche 21 Verdächtige festgenommen. (AFP/dpa)

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