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MacBook-Konkurrenz : Luxus, den man sich leisten kann

24.11.2011 16:02 Uhrvon

Mit den Ultrabooks entsteht eine neue Klasse mobiler Computer, die leicht, schnell, schlank und zudem sehr ausdauernd sind.

Ultraleicht, ultraschlank, ultraschnell und mit ultralanger Batterielaufzeit – „Ultrabooks“ sollen alles besser können als die sonst üblichen tragbaren Rechner. Wer jetzt sein Weihnachtsgeld in ein neues Notebook anlegen will, sollte die neuen Flachmänner unbedingt ins Auge fassen. Neueste Technik in ansprechendem Design – das ist eine starke Konkurrenz für das MacBook Air von der Kultschmiede Apple. Wir haben uns den Konkurrenten etwas genauer angesehen.

Flache Flunder: Ultrabooks wie das S3 von Acer machen in Form und Preis dem MacBook Air von Apple Konkurrenz. Foto: Doris Spiekermann-KlaasBild vergrößern
Flache Flunder: Ultrabooks wie das S3 von Acer machen in Form und Preis dem MacBook Air von Apple Konkurrenz. Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Da liegt es nun, das neue Ultrabook: In das kalte graue Aluminium ist der Schriftzug „acer“ sauber eingraviert. Das S3 ist so schmal wie ein Tablet und ein gutes Kilogramm leicht. Genau so wünscht sich der Schreiber sein Arbeitsgerät: In jeder Umhängetasche ist Platz dafür, die Tastatur hat einen guten Anschlag – und mit 800 Euro ist es noch erschwinglich.

Chipgigant Intel hat die Ultrabooks erfunden und gab den Herstellern Baustandards vor – und den Preis. Weniger als 1000 Euro sollten sie kosten. Doch da stöhnten die PC–Schmieden auf, forderten subventionierte Bauteile und stellten die Preisgrenze infrage. Asus, Erfinder des Netbooks, bietet sein Zenbook UX 31 nun für knapp 1300 Euro an. Der chinesische IBM-Käufer Lenovo verlangt noch 100 Euro mehr fürs U300s. Teuer kann Acer auch – will aber mit dem S3 für 800 Euro außerdem Einsteiger verführen.

Das gelingt, leidlich. Anders als Apple, dessen MacBook Air 150 Euro mehr kostet, fräst Acer das Gehäuse nicht aus einer Aluminiumplatte. Die Tastatur ist von einer Aluminium-Magnesium-Legierung umfasst, fühlt sich aber wie Kunststoff an. Auf der Bodenseite lugt die Festplatte heraus. Ausbauen lässt sie sich trotzdem nicht, ohne das ganze Gehäuse aufzuschrauben. Dasselbe gilt für Akku und Arbeitsspeicher. Schade, denn die Festplatte des Acers arbeitet langsam und rackert sich dazu noch deutlich vernehmbar an der Datensuche ab. Wir hätten diese Festplatte gerne durch eine lautlose, flinke und kühle SSD ersetzt, zum Beispiel durch Memorights FTM-Plus. Doch das geht so einfach nicht.

Die Memoright-SSD ist üblichen Festplatten überlegen, weil sie – wie Handys oder MP3-Player es tun – Daten auf Flashchips speichert und nicht auf rotierenden Magnetscheiben. Wir bauten die FTM-Plus von Memoright in unser betagtes Subnotebook ein, das so im Handumdrehen auf Speed kam. Die Startzeit halbierte sich und die Programme öffnen sich so schnell, wie sonst nur Dokumente. In beiden Disziplinen hängte unser altes Notebook dank Memoright-SSD das S3 mit Festplatte locker ab.

Acer bietet auch Ultrabooks mit SSD an, ab 1100 Euro. Damit die Festplatte im kleinsten S3 den Rechner wenigstens nicht bei jedem Startvorgang ausbremst, werden immerhin die Systemdaten bei Arbeitspausen auf integrierte Flashspeicher abgelegt. So startet es aus dem Ruhezustand wenigsten sekundenschnell.

Dass die meisten Ultrabooks mehr als 1000 Euro kosten, liegt an den SSDs und den leichten Materialien, die das geringe Gewicht möglich machen. Die schmale Bauweise setzt auch der Ausstattung zu. Dass Apples MacBook Air ohne CD-Laufwerk, Lan-Buchse und mit nur zwei USB-Anschlüssen auskommt, ist höchst umstritten. Manches Ultrabook folgt nun – unglücklicherweise – diesem Beispiel. Auch UMTS ist selten. Dabei ist das mobile Surfen dank fallender Flatrate-Preise immer beliebter – und wer will schon in das scharfe Ultrabook einen klobigen Surfstick stecken?

Fazit: Acers Ultrabook ist der erste Schritt auf einer neuen Evolutionsstufe von Windows-Laptops – und ist, so gesehen, gelungen. Die Zukunft der Ultrabooks ist vielversprechend: Im nächsten Jahr kommt Microsofts neues Betriebssystem Windows 8. Dessen Oberfläche – wir berichteten – ist von Apps geprägt und steuert auch berührungsempfindliche Bildschirme. Auf kommende Ultrabooks mit Touchdisplays darf man sich freuen.

Ist das Ultrabook aber das bessere MacBook Air? Apple-Fans werden müde abwinken. Das MacBook Air gibt es bereits in der dritten Generation – und es ist das reifere Produkt. Das wartet zudem mit einem Betriebssystem aus eigenem Hause auf und erschafft mit iPhone, iPad und Apple-Store ein eigenes Universum. Just das ist manchem aber schon zu perfekt. Deshalb sind Ultrabooks die richtige Antwort auf Apples Kultflunder – sie haben gute Chancen sich durchzusetzen.

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