Neue Internetseite : Michel Friedman: Aus Lust am Streit

Michel Friedman gründet mit Margaret Heckel eine Internetseite, bei der es nicht um schönes Design, sondern um starke Meinungen geht.

Anna Sauerbrey

Im Seitenkopf ist schemenhaft die Reichstagskuppel zu sehen, darunter rollt sich ein Streifen von Textfeldern aus, bis weit über den Bildschirmrand hinaus. Die Gestaltung der Internetseite starke-meinungen.de, die Michel Friedman und Margaret Heckel gegründet und am Donnerstag in Berlin vorgestellt haben, ist denkbar einfach. „Klopapierrolle“ wird das Format auch bösartig genannt. Doch um Schönheit geht es hier nicht, sondern um Meinungen. „Wir wollen auf unserer Seite den freien Geist, die Anarchie, die völlige redaktionelle Unabhängigkeit realisieren“, sagt Friedman. Die Seite soll eine Plattform bieten für Journalisten, die Lust an der Streitkultur haben und sich außerhalb des Redaktionsalltags verwirklichen wollen. Alles sei erlaubt, solange die Qualität stimmt, so Heckel, die ehemalige Politik-Chefin der Welt. Zurzeit schreiben acht Autoren, Zuwachs erwünscht. Sechs Monate Startphase haben sich die Gründer eingeräumt, dann soll die Seite gewachsen sein, wenn auch nicht im kommerziellen Sinn. Es gibt kein Geschäftsmodell. Der Inhalt wird, wie üblich im Netz, verschenkt.

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