PC-Spiele : "Tour-Manager": Über alle Doping-Berge

Das wahre Leben hält auch im PC-Spiel "Tour de France 2008 – Der offizielle Radsportmanager" Einzug. Ziel des Spiels ist es, als Teamleiter seine Fahrer sauber durch die Saison zu bringen.

Hans-Christian Roestel

Erik Zabel, Andreas Klöden und Manuel Beltrán sind bei der Tour de France auf dem Weg in Richtung Alpen. Drei Fahrer auf schweren Etappen, unbedarft gedacht. Doch stimmen zwei Dinge nicht: Klödens Team Astana wurde gar nicht erst zur Tour 2008 eingeladen und Beltrán musste nach positiver Dopingprobe Richtung Spanien flüchten. Das passiert im wahren Leben, aber auch im PC-Spiel „Tour de France 2008 – Der offizielle Radsportmanager“. Alle drei Fahrer gehören zu insgesamt 18 Mannschaften, die an der Tour des Simulationsspiels teilnehmen, erstmals offiziell mit Lizenz des Tourveranstalters ASO. Auf den Spieler warten 180 Eintages- und Etappenrennen, 65 Teams mit Lizenz des Weltradsportverbands UCI und insgesamt 1600 Fahrer. Ziel des Spiels ist es, als Teamleiter seine Fahrer sauber durch die Saison zu bringen. Die Fahrer sind im Mannschaftsmodus deutlich erkennbar, auf der Strecke geht das Alter Ego jedoch grafisch im Peloton unter. Als Manager muss man alles erledigen, was vor, während und nach einem Rennen zu tun ist: Materialeinkäufe, Trainieren, für die Rennen melden. Zur aktiveren Abwechslung kann der Einzelspieler selbst in die Pedale treten: Ganzrennen, Etappen oder auf der Bahn, im „LAN“-Modus auch übers Internet. Versierte Spieler können auch eigene Etappen gestalten.

Fazit: Die technischen Anforderungen an den Spieler halten sich im Rahmen, dafür erfordert die komplexe Arbeit eines Teamchefs viel Einarbeitung. Größtes Problem sind die Unwägbarkeiten des Renngeschehens. Wer weiß schon, welchen Fahrer man als nächsten streichen muss. Hans-Christian Roestel

„Tour de France 2008 – Der offizielle Radsport-Manager“; Koch Media, rund 40 Euro. Minimalanforderungen: Windows XP, 2,2-GHz-Prozessor, ein GB Arbeitsspeicher

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