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Rückkehr des Start-Buttons : Microsoft veredelt Windows

27.06.2013 15:52 Uhrvon
Mehr Sex-Appeal: Microsoft-Chef Steve Ballmer präsentierte in San Francisco die verfeinerte Windows-Version 8.1. Foto: AFPBild vergrößern
Mehr Sex-Appeal: Microsoft-Chef Steve Ballmer präsentierte in San Francisco die verfeinerte Windows-Version 8.1. - Foto: AFP

UpdateDie Kritik ist angekommen - zumindest teilweise. Microsoft bringt den Start-Button zurück auf den Windows-Desktop. Windows 8.1 bringt eine bessere Performance, mehr Effizienz, neuen Look & Feel und neue Funktion, verspricht das Unternehmen den Nutzern. Die Vorabversion des Windows-Updates enthält allerdings einige Stolpersteine.

Julie Larson-Green hat die Messlatte hoch gehängt. Windows 8.1 soll den Nutzern bessere Performance, mehr Effizienz, neuen Look & Feel sowie zusätzliche Funktionen bieten, kündigte die Windows-Chefin am Mittwoch in San Francisco auf der Entwicklerkonferenz Build 2013 an. Dort hat Microsoft einen ersten Blick auf das erste Update zu Windows 8 gewährt. „Windows 8.1 ist ein veredeltes Windows 8“, sagte die Managerin in San Francisco. Die Preview-Version des Windows-Updates ist ab sofort verfügbar, die endgültige Version soll es im August geben.


Zuvor hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer die neue Zeitrechnung für sein Unternehmen erläutert. Aus einem reinen Software-Unternehmen habe sich Microsoft zu einer Firma entwickelt, die Software, Dienstleistungen und Geräte anbietet – in immer schnellerem Tempo. „Rapid Release“, also die rasche Abfolge von Neuerungen, ist die neue Norm. Windows 8 kam erst im November 2012 auf den Markt. Ballmer rechnet damit, dass die Zahl der Apps im Windows Store noch in diesem Monat auf über 100 000 klettern wird. Seit kurzem sind dort auch Apps von Facebook und Flipboard verfügbar.

Windows 8.1: Mit Start-Button, aber ohne Startmenü

„Windows 8.1 ist eine klare Verbesserung gegenüber Windows 8“, erklärte das Technologie-Blog Mashable nach einem ersten Test. Microsoft müsse aber noch im Detail nachbessern. Auffälligste Neuerung ist die Rückkehr des Startbuttons. Der Computer schaltet auf Wunsch nach dem Hochfahren zudem direkt zum klassischen Desktop. Beide Funktionen waren in Windows 8 bislang nur mit Programmen von Fremdanbietern möglich. Damit reagiert Microsoft auf die Kritik von Nutzern, die weiterhin vor allem mit der Maus arbeiten. „Die Leute wollen den Desktop einfach haben“, sagte Konzernchef Steve Ballmer. Allerdings erfüllt der neue Startbutton eine andere Funktion als unter Windows 7, denn das klassische Startmenü, mit dem die Nutzer zu den wichtigsten Windows-Elementen und -Programmen gelangen, kehrt nicht zurück. Stattdessen wird mit dem Klick auf den neuen Startbutton die App-Ansicht eingeblendet – auf Wunsch vor dem gleichen Hintergrundmotiv wie auf dem Desktop. Auch das Windows-Menü, das mit Windowstaste+X aufgerufen wird, erfährt eine Erweiterung. Künftig wird es auch eine Option zum Ausschalten des PC enthalten.

Veränderungen im Detail: Die Bildschirmtastatur denkt mit

Viele der Änderungen betreffen Details in bestehenden Programmen und Apps. Larson-Green demonstrierte, wie sich Skype-Anrufe direkt vom Sperrbildschirm aus annehmen lassen, ohne sich extra in Windows anmelden zu müssen. Das eingebaute E-Mail-Programm bekommt neue Sortierfunktionen für soziale Netzwerke oder Newsletter. Eine Übersichtsseite mit kleinen Symbolen soll das Auffinden von Apps erleichtern. Die Microsoft-Suchmaschine Bing wird tiefer ins System integriert.

Viele Änderungen machen sich erst auf den zweiten Blick bemerkbar. Larson-Green zeigte den Entwicklern unter anderem die verbesserte Bildschirmtastatur mit dem erweiterten Vorschlagssystem. Die Windows-Chefin tippte die ersten Buchstaben von Build ein, das Wort wurde als einer von drei Vorschlägen angezeigt. In dem sie über die virtuelle Leertaste strich, konnte sie den richtigen Begriff auswählen, ohne von der Tastatur zu den Vorschlägen wechseln zu müssen. Auf ähnlich einfache Weise können aus der Buchstabenansicht der Bildschirmtastatur heraus Zahlen getippt werden – ebenfalls ohne vorherigen Wechsel.
Der Vereinfachung dienen auch die Filtermöglichkeiten, mit denen die Windows-Apps nach Name, Häufigkeit der Nutzung oder Kategorie sortiert werden können. Im Handsfree-Modus reagiert die Webcam auf Befehle des Nutzers, um beispielsweise in einer Kochbuch-App zur nächsten Seite umzublättern. Mit Windows 8.1 lassen sich mehrere Bildschirme mit unterschiedlichen Auflösungen ansteuern. Wird eine Anwendung zu einem anderen Bildschirm verschoben, passt das System die Auflösung automatisch an.

Beim Update können Programme und Apps verloren gehen

Die Vorabversion des Updates wird aus dem Windows Store heraus installiert. Auf unserem Testsystem musste dazu allerdings erst ein anderes Update installiert werden. Dazu wird die Seite http://windows.microsoft.com/de-de/windows-8/preview besucht. Die Installation erfolgt in mehreren Schritten. Nach dem Download der eigentlichen Installationsdatei (2,4 Gigabyte) findet ein Kompatibilitätstest statt. Im Anschluss werden die Pakete installiert, nach einem Neustart werden die Geräte eingerichtet und die PC-Einstellungen angewendet. Im nächsten Schritt müssen nun die Lizenzbedingungen akzeptiert werden. Danach kann entschieden werden, ob Windows die Expresseinstellungen nutzen soll, oder ob man selbst entscheiden möchte, ob und welche Informationen an Microsoft geschickt werden. Zur Verbindung des Computers mit dem eigenen Windows-Konto wurde eine Bestätigungs- SMS an die hinterlegte Mobilfunknummer geschickt. Der Gesamtvorgang dauerte auf einem schnellen Quadcore-System mit SSD-Festplatte und Internet-Firmenanschluss gut eine halbe Stunde.
Der Fachdienst Heise warnt indes vor einigen Stolpersteinen: Für Windows Enterprise wird eine spezielle Updateversion benötigt. Zudem kann es zum Verlust der installierten Programme und Apps kommen, wenn eine andere als die zuvor installierte Sprache für das Update ausgewählt wird. Dies droht laut Heise auch, wenn von der Preview-Version des Updates auf die finale gewechselt wird. Die persönlichen Daten sind davon allerdings nicht betroffen.

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