Spiele-App : Angeln mal anders

Nach "Angry Bird" und "Fruit Ninja": „Ridiculous Fishing“ entwickelt sich zum neuen Kultspiel für iPhones und iPads.

Benedikt Plass-Fleßenkämper
Kultig: "Ridiculous Fishing"
Kultig: "Ridiculous Fishing"Screenshot: Promo

Auf der Suche nach dem nächsten großen Ding im Internet haben gerade die kleineren Games-Entwickler in den letzten Jahren manchen Trend ins Rollen gebracht. Bestes Beispiel sind Kultspiele wie „Angry Birds“ (Physikpuzzle, 0,89 Euro), „Fruit Ninja“ (Geschicklichkeit, 0,89 Euro) oder „Temple Run“ (Action, kostenlos) – von denen es im App Store sogar kostenlose Probier-Versionen gibt.
Brandneu und schon jetzt auf bestem Wege, ein ebensolcher Kulthit zu werden, ist das gerade für iPhone und iPad erschienene Angelspiel „Ridiculous Fishing – A Tale of Redemption“. Wobei die Beschreibung „Angelspiel“ etwas irreführend ist. Vielmehr wartet das Game mit einer eher ungewöhnlichen Fischfang-Technik auf. Protagonist Billy ist ein typischer Angler, dem das stoische Warten auf anbeißende Fische irgendwann auf den Nerv geht, sodass er zu kreativeren Mitteln greift. Um „lächerlich zu angeln“, wie es im Titel heißt, muss man laut Billy drei Dinge beherrschen: Auswerfen, Einholen und Abschießen. Doch bevor man zur Schusswaffe greift, bedient man zuerst die Angel. Auswerfen ist ganz einfach: Durch das Kippen des Handys lässt der Spieler das Bleigewicht immer tiefer ins Wasser sinken. Doch Vorsicht, man sollte die Fische erst einmal meiden, denn hat einer angebissen, sinkt der Köder nicht weiter, und man muss die Schnur wieder einholen. Entsprechend laviert man den Köder möglichst tief ins Nass, um dann in Schritt zwei auf dieselbe Art alles wieder einzuholen. Nur diesmal will man natürlich die Beute am Haken haben. Also, das Handy gekippt, mal links, mal rechts, und möglichst viele Fische angehängt. Fertig ist die Angelei? Nein, nicht in diesem Spiel. Der dritte und alles entscheidende Schritt ist, wenn man die Fische aus dem Wasser zieht, dann fliegen diese im weiten Bogen in die Luft. Genügend Zeit, um die Knarre auszupacken und wie einst bei der Moorhuhn-Jagd alles Gefangene zu durchlöchern.
Die Story ist bei „Ridiculous Fishing“ nebensächlich. Der Spaß entsteht durch die ständige Herausforderung tiefer zu angeln, neue Fischarten zu finden – es gibt 66 Arten –, neue Gebiete vom heimischen Teich bis zur exotischen Tiefsee zu entdecken und immer neue skurrile Techniken auszuprobieren. Jedes gefangene und erschossene Schuppentier bringt Geld ein, das man im Shop gegen neue Extras eintauschen kann. Zum Beispiel längere Angelschnüre und bessere Gewichte, um schneller in tiefere Regionen zu kommen.
Praktisch sind die vielen Extras, damit nicht gleich der erste Fisch das Einholen auslöst. Und entsprechend wird das Angeln mit neuen Werkzeugen leichter; man dringt in tiefere Gebiete vor, findet neue Fische und jagt weiter nach neuen Rekorden. Und genau da liegt der hohe Sucht- und eben Kultfaktor des Spiels, denn eine vermeintlich schnelle Angelpartie wird so schnell zur stundenlangen Beschäftigung. Benedikt Plass-Fleßenkämper
„Ridiculous Fishing – A Tale of Redemption“ für iPhone und iPad. Preis: 2,69 Euro im App Store. Apple-Altersfreigabe: 12+ Jahre.

0 Kommentare

Neuester Kommentar