Suchmaschinen : Peinliche Panne: Google sperrt das Internet

Die Suchmaschine Google hat am Samstagnachmittag sämtliche Suchergebnisse weltweit mit Warnungen versehen und die Weiterleitung verhindert. Das Unternehmen schiebt den schwarzen Peter für die Panne einem Partner zu.

Google gehackt? Von etwa 15:30 Uhr am Samstagnachmittag an wurde jedes Ergebnis einer Googlesuche von der Suchmaschine als "Malware" eingestuft und mit dem Vermerk versehen: "Diese Website kann Ihren Computer beschädigen". Wer einem Link folgen wollte, gelangte nur auf eine Warnungsseite, die auf verschiedene Google-Hilfetexte verwies, aber nicht auf die gesuchte Seite. Da blieb nur, die Adresse aus den Ergebnissen per Hand herauszukopieren.

Offenbar betraf der Fehler die Google-Suche weltweit. In der Blogosphäre und auf dem Microblogging-System Twitter überschlugen sich die rätselnden und hämischen Kommentare.



Google entschuldigt sich



Kurz nach sechs Uhr abends mitteleuropäischer Zeit äußerte sich Google in seinem Blog zu dem Ausfall. Menschliches Versagen hätte zu dem Fehler geführt. Das Unternehmen arbeite mit der Organisation Stopbadware.org zusammen, um Seiten zu sperren, die bekanntermaßen schädliche Software im Hintergrund installieren. Die Block-Liste würde von Stopbadware per Hand zusammengestellt, indem sie die Beschwerden von Usern verfolgen.

In der Liste vom Samstag sei offenbar aus Versehen auch die Adresse "/" zur Sperrung eingetragen gewesen, die in sämtlichen URLs vorkommt. Es habe etwa 40 Minuten gedauert, den Fehler auszumachen und die Liste zu ersetzen.

Vertreter von Stopbadware bestreiten in ihrem Blog, an dem Ausfall schuld zu sein. Sie bekämen die Sperr-Listen von Google, nicht umgekehrt. (goe)

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