Surfen unterwegs: Die besten Seiten für das Handy : Von Apothekenadressen bis Zugreisen

Nicht nur für das iPhone oder den Blackberry: So holt man das Beste aus dem mobilen Internet heraus.

Kurt Sagatz,Torben Waleczek

Bei der Mobilfunk-Messe Mobile World in Barcelona vor einer Woche stand das Thema mobiles Surfen ganz oben auf der Tagesordnung. Vor allem die herausragenden Interneteigenschaften des ersten Apple-Handys iPhone haben die Branche aufhorchen lassen. Das Gerät bietet eine sehr übersichtliche Darstellung ganz normaler Internetseiten auf dem vergleichsweise großen Display. Zudem kann man über verschiedene Fingergesten sehr einfach durch das Internetangebot navigieren. Für den weiteren Jahresverlauf wollen die Apple-Konkurrenten nun ebenfalls Handys mit verbesserten Interneteigenschaften anbieten. So lange muss man gar nicht warten. Selbst viele ältere Handymodelle sind in der Lage, nach der am nächsten gelegenen Apotheke mit Spätdienst zu suchen oder die benötigte Bahnverbindung aufs Display zu zaubern, wie dieser Beitrag zeigt. Das dies nicht unbedingt teuer sein muss, demonstrieren derzeit die Prepaid-Discounter, bei denen man für wenige Cent (siehe Kasten) im mobilen Internet surfen kann.

Das gehört in die Favoritenliste

Viele Internetdienste bieten spezielle Seiten für die mobile Nutzung. Die übertragenen Datenmengen sind hier kleiner als bei den normalen Seiten. Eine schlanke Darstellung sorgt dafür, dass sich die Inhalte auch auf den Displays gewöhnlicher Handys erkennen lassen. So kann der Nutzer fast alle wichtigen Angelegenheiten von unterwegs aus erledigen. Bei mobil.verkehrsinfo.de finden Autofahrer Infos zu Staus und Umleitungen, die Fahrplanauskunft der Bahn gibt es unter mobile.bahn.de. Telefonnummern zum Sperren von gestohlenen Kreditkarten und für Hilfe bei Autopannen und Vergiftungen: www.alphanews.de/abcmobil/notfall.html. Wer kurzfristig Medikamente benötigt, findet bei mobil.big-direkt.de (unter „Service-Tools“) die nächste Apotheke. Natürlich lassen sich per Handy auch Nachrichten aus dem Netz ziehen. Die wichtigsten Neuigkeiten des Tages gibt es unter www.spiegel.de/dertag/pda/avantgo. In zwei Wochen startet außerdem die Handyversion des Holtzbrinck-Nachrichtenportals Zoomer.de.

Nützlich, aber nicht notwendig

Eine Vielzahl von weiteren Internetseiten, die für die mobile Nutzung optimiert sind, verzeichnen nach Themen sortierte Linklisten wie mobi-list.de oder das Portal www.pocketoptimized.com/pda/de. Auf www.google.de/m kann man gezielt nach Internetdiensten für das Handy suchen. Auch das Lexikon Wikipedia bietet eine schlanke Mobilvariante unter der Adresse de.wikipedia.7val.com. Wie das Wetter wird, erfährt man auf der Seite pda.wetteronline.de. Eine kostenlose Telefonauskunft gibt es unter der Domain www.mobil.dasoertliche.de. Das aktuelle Radio- und TV-Programm findet sich auf text.hoerzu.de.

Das sollte das Handy können

Technisch waren bereits die ersten Handys in der Lage, neben der Sprachtelefonie auch Daten zu übertragen. Die Übertragungsrate lag jedoch bei maximal 14,4 Kilobit pro Sekunde, so dass selbst die oftmals eingebaute Funktion für das Handy-Internet WAP zumeist ungenutzt blieb. Erst mit den mehr als doppelt so schnellen Folgestandards hat sich das geändert. Während der Standard HSCSD, bei dem zeitbasiert abgerechnet wurde, inzwischen keine große Bedeutung mehr hat, ist der Standard GPRS weiterhin aktuell. Mit knapp unter 60 Kilobit pro Sekunde ist er fast genauso schnell wie eine analoge Modemverbindung. Ein weiterer Vorteil: GPRS wird nach übertragenen Datenpaketen abgerechnet, so dass man nur für das zahlt, was man wirklich nutzt. Fürs Surfen mit dem Handy ist GPRS völlig ausreichend, einige Mobilfunkprovider beschleunigen GPRS noch mit dem Datenturbo EDGE auf 200 Kilobit pro Sekunde. Um die mit dem eigenen Handy möglichen Dienste nutzen zu können, muss das Mobiltelefon entsprechend eingerichtet werden. Per Hand ist das wegen der umfangreichen Einstellungen kaum zu empfehlen. Wenn das Handy nicht ohnehin vorkonfiguriert ausgeliefert wurde, kann man sich die Einstellungsdaten auch auf sein Handy schicken lassen. Die meisten Mobilfunkprovider bieten dies entweder über ihre Internetportale oder die stationären Shops an.


Es muss nicht immer UMTS sein

Ebenfalls paketorientiert, aber nochmals deutlich schneller, sind UMTS-Handys, die mittels Zusatztechnologien wie HSDPA nochmals beschleunigt werden können. Mit UMTS surft man mit seinem Handy auf DSL-Niveau. Und noch ein Tipp für mobile Vielsurfer: Als Alternative zu den eingebauten Handy- Browsern mit ihren zumeist stark eingeschränkten Funktionen bietet sich das kostenlose Programm Opera Mini an (über de.opera.com).

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