Weihnachten : Geschenke aus Megabits und Gigabytes

Einige der wohl begehrtesten Weihnachtsgeschenke erfüllen mehrere Funktionen auf einmal. Darunter: Das iPhone-Handy und das Qbowl, ein Internetradio für 5000 Stationen und das erste Navigationsgerät speziell für Frauen.

Kurt Sagatz
Pink Nüvi Foto: Promo
Pink Nüvi. Nicht nur farblich eher eine Sache für Frauen. -Foto: Promo

Sie gehören zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken: Computer, Handys, MP3-Player, Digitalkameras oder digitale Camcorder. Einige Geräte wie das iPhone-Handy erfüllen gleich mehrere Funktionen, andere wie das Internetradio Musicpal eröffnen neue Horizonte, in dem sie 5000 Radiostationen in jedes Zimmer holen. Fünf dieser technischen Spielereien haben wir uns genauer angesehen.

ELEGANZ UND TECHNIK: DAS IPHONE

Ganz oben auf der Wunschliste vieler Technikfans steht das iPhone, jenes Handy von Apple, das es in Deutschland nur zusammen mit einem Vertrag von T-Mobile gibt. 1600 Euro sind das Mindeste, was man für Handy und Zweijahresvertrag bezahlen muss. Den stolzen Besitzer kann man leicht erkennen, denn nur auf einem iPhone-Display können Fotos oder Websites mit Daumen und Zeigefinger zum Vergrößern so elegant auseinandergezogen werden. Und kein anderes Handy blättert so geschmeidig durch große Musikbestände oder Adressverzeichnisse. Auf Zusatzfunktionen wie den Abruf von Youtube- Videos per Wlan oder den praktischen Google-Maps-Dienst will man schon bald nicht mehr verzichten. Ein Manko bleibt neben dem hohen Preis die fehlende UMTS-Unterstützung. Wem das iPhone- Feeling ohne Handy reicht, sollte sich darum den iPod Touch ansehen. Das Gerät kann fast alles, was das iPhone auch kann, bloß eben nicht telefonieren. Es kostet zwar auch 399 Euro für die 16-Megabyte-Variante, dafür spart man sich den T-Mobile-Tarif.

WELCOME TO UMTS: DAS QBOWL

Genau wie sich viele Mac-Besitzer mit ihrem Apple-Computer bewusst vom Microsoft-Mainstream absetzen wollen, kann man auch mit seinem Handy zeigen, dass man zwar auf tolle Technik steht, aber dennoch nicht jeden Trend mitmacht – auch wenn der nun von Apple stammt. Das gilt vor allem, wenn man dies mit einem Edelhandy wie dem Qbowl von Samsung tut, das Vodafone der T-Mobile-Konkurrenz entgegenhält. Tatsächlich hat das Qbowl viel von dem, was dem iPhone fehlt. Angefangen beim schnellen UMTS-Internetzugang mit bis zu 3,6 Megabit Übertragungsgeschwindigkeit über die superscharfe 3-Megapixel-Kamera bis hin zur praktischen, ausziehbaren Minitastatur kann es das Samsung-Handy sehr gut mit dem iPhone aufnehmen. Wie beim Konkurrenten lassen sich die meisten Funktionen bequem über das große Touchscreen-Display steuern, wenngleich nicht mit Zweifingersystem. Nur in einer Kategorie zieht das Qbowl den Kürzeren: beim Speicher. Statt 16 Megabyte bei Apple stehen dem Qbowl nur vier Megabyte Micro-SD-Speicher zur Verfügung. Das Samsung-Handy kostet knapp 400 Euro. Als Vertrag (24 Monate) gibt es einen Einsteigertarif zu 39,95 Euro und einen Flatrate-Tarif für 99,95 Euro monatlich.

ACHT AUF EINEN STREICH: CAMILEO PRO

Telefonieren kann man mit dem Camileo Pro nicht, doch ansonsten gibt es kaum eine Funktion, die das Gerät nicht beherrscht. Hersteller Toshiba preist es als 8-in-1-Gerät, das Camcorder, Digitalkamera, Webcam, MP3-Player, Diktiergerät, Massenspeicher, E-Book und Bewegungsmelder vereint. Die Digitalkamera ist mit einer Auflösung von sieben Megapixeln auf der Höhe der Zeit, der Dreifachzoom wirkt etwas bescheiden. Im Videomodus nimmt die Kamera bewegte Bilder im Computerformat von 640 mal 480 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Daten wandern auf eine SD-Karte, die maximal vier Gigabyte groß sein kann. Mit seinen 195 Gramm kommt der Camileo Pro auf eine Akkureichweite von bis zu drei Stunden. Dafür müssen rund 200 Euro hingeblättert werden, die SD-Karte noch nicht eingerechnet.

DAS RADIO ZUM INTERNET: MUSCIPAL

Auch daheim will kaum noch jemand auf schnelles Internet verzichten, möglichst schnurlos mit Wireless Lan. Steht erst einmal die der DSL-Funkstation im Flur, lohnt sich als nächste Anschaffung der Musicpal von Freecom (130 Euro). Mehr als 5000 Internetradiostationen kann man mit dem kleinen Gerät, das auf jedem Nachttisch Platz findet, aus dem Netz fischen – und zwar ohne laufenden PC. Damit die Wahl des richtigen Senders nicht zur Qual wird, wurden die Stationen nach Genre und Land vorsortiert, so dass man mit wenigen Einstellungen an den beiden Click-Wheels den passender Sender finden kann. Radio aus dem Internet ist äußerst praktisch: Mit den Songs werden die Informationen zu Interpret, Titel und Genre übermittelt und dezent mit weißer Schrift auf dunklem Display abgebildet. Und wenn einmal kein Sender die richtigen Songs spielt, dient Musicpal als Abspielgerät für die MP3-Sammlung des PC.

FÜR DIE HANDTASCHE: PINK NÜVI

Das richtige Technikpräsent macht nicht nur Männern Freude, meint der Navigationsgerätehersteller Garmin. Das „pink nüvi“ mit seinem 3,5 Zoll großen Farbdisplay wendet sich nicht nur farblich an die weibliche Zielgruppe. Damit es beim Transport in der Handtasche keinen Schaden nimmt, hat Garmin das Gerät in ein farblich passendes Lederetui gepackt. Das „pink nüvi“ gibt es in zwei Varianten: Für Fahrten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien empfiehlt sich das „pink nüvi 200“ (199 Euro). Für Reisen in ganz Europa ist das „pink nüvi 250“ (249 Euro) mit vorinstalliertem Kartenmaterial von 33 Ländern West- und Osteuropas die richtige Wahl.

0 Kommentare

Neuester Kommentar