Doch keine Medien-Hochzeit : Springer und ProSiebenSat1 fusionieren nicht

Die Fusionspläne von Axel Springer und ProSiebenSat1 haben sich erledigt. Trotzdem wollen die beiden Medienkonzerne künftig kooperieren.

Die Privatsenderfamilie ProSiebenSat1
Die Privatsenderfamilie ProSiebenSat1Foto: dpa

Bei einem Zusammenschluss zwischen Axel Springer und der Mediengruppe ProsiebenSat1 wäre der zweitgrößte Medienkonzern Deutschlands nach Bertelsmann entstanden. Anfang Juli hatte das "Wall Street Journal" über eine mögliche Fusion beider Unternehmen berichtet. Doch nun haben Springer und ProSieben mitgeteilt, keine Fusion zu planen. Über eine Zusammenarbeit zur Förderung digitaler Start-ups hinaus sei keine weitere Kooperation geplant, sagte ein Sprecher des Münchner Konzerns am Mittwoch. Auch eine Sprecherin von Axel Springer sagte: „Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen sind nicht vorgesehen.“

Digitale Geschäftsideen und Startups wollten die beiden Unternehmen künftig aber gemeinsam fördern, teilten sie am Mittwoch in Berlin und München mit.


„Dazu sind gemeinsame Investitionen in Unternehmen und Fonds, eine Vernetzung der Inkubations- und Accelerator-Programme sowie Media-for-Equity-Investitionen geplant.“ Axel-Springer-Vorstand Andreas Wiele sagte: „Im globalen Wettbewerb ist es wichtiger denn je, auf der nationalen Ebene dort die Kräfte zu bündeln, wo es sinnvoll und möglich ist. ProSiebenSat1 ist hierfür aufgrund seiner Digitalisierungserfolge und des komplementären Digitalportfolios unser Wunschpartner.“

ProSiebenSat.1-Vorstand Christian Wegner sagte: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit Axel Springer als einem der führenden deutschen digitalen Player an Initiativen arbeiten, um Deutschland als Digitalstandort voranzubringen.“ sal/dpa

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