Medien : "Dogsworld": Die ARD kommt auf den Hund

Iris Ockenfels

War Hitler ein Hundefreund? Nachdem Kritiker "Hitlers Hunde" bereits scherzhaft als Titel für Guido Knopps nächste historische Reihe handeln, findet dieses Kapitel Geschichte in der Dokumentation "Dogsworld - der Kult um den Hund" Beachtung: Historiker Wolfgang Wippermann analysiert NS-Propaganda-Filme, die zeigen, wie der Hitlersche Hund mit angelegten Ohren in zitternd-gebückter Haltung unter der liebkosenden Führerhand verharrt. Des Historikers Erkenntnis: "Dieser Schäferhund war schlauer als viele Deutsche."

Diese und andere Aspekte der Beziehungsgeschichte zwischen Mensch und Hund zeichnet die dreiteilige Reihe "Dogsworld" ab heute jeweils donnerstags um 21 Uhr 45 im Ersten nach: von der Zähmung des Wolfes bis zum Klonversuch am Schoßhündchen. Bildgewaltig ist das Hundeleben in Szene gesetzt: ob der wilde Lauf einer Horde Jagdhunde durch eine Heide oder der Sprung eines Rettungshundes aus einem Helikopter. Und manchmal wird selbst aus der Hundeperspektive gefilmt. Die Hamburger Produktionsfirma Me, Myself & Eye hat Filmteams in 13 Staaten geschickt. Und auch so mancher Sonderling auf zwei Beinen kam ihnen dabei vor die Linse: Wie die exzentrischen Berliner, die ihre Möpse mit teurem Schmuck behängen. Oder die Rumänen, die auf ihre Kampfhunde Geld setzen, sie aufeinander hetzen, bis sie zusammenbrechen.

Die Welt der Hunde, gleichzeitig ein Blick auch auf die Menschen.

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