Dr. House : Franka Potente: „Wir hatten sehr viel Spaß bei der Arbeit“

Franka Potente spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über ihre Gastrolle bei „Dr. House“, den Star Hugh Laurie und US-Lieblingsserien

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Hallo, Dr. House!Foto: RTL

Frau Potente, hätten Sie gedacht, mal in einer Arzt-Serie mitzuspielen?



So pauschal nicht, nein. „Dr. House“ war immer eine Lieblingsserie von mir, und eine recht ungewöhnliche Arztserie.

Mögen Sie schwarzen Humor? Gehören Sie zu den rund vier Millionen, die regelmäßig „Dr. House“ auf RTL sehen?

Wie gesagt, ich war bereits Fan. Ich gucke Serien prinzipiell auf DVD.

Wie ist denn „House“-Darsteller Hugh Laurie am Set? Ein guter, ein fairer Kollege? Der Schauspieler ist mit der Serie ein Star geworden, gibt kaum was von sich preis.

Ich mag Hugh sehr. Er ist unübersehbar klug und sehr professionell. Mich hat beeindruckt, wie perfekt er seine zehn Seiten Text pro Drehtag, mit all den komplizierten Begriffen, beherrscht. Er ist ein sehr aufmerksamer Kollege, der einen auch interessiert Dinge fragt. Wir hatten sehr viel Spaß bei der Arbeit.

Kannten Sie ihn vorher? Hatte er zum Beispiel Ihren Film „Lola rennt“ gesehen?

Hugh kannte meine Arbeit, ja. Wir kannten uns vor den Dreharbeiten persönlich nicht.

So viel sei verraten: Es kommt zu einem Kuss zwischen Ihnen und Dr. House alias Hugh Laurie. Ich kenne viele Frauen, die Sie sehr darum beneiden.

Das glaube ich gern. Hugh war fast schüchtern und sehr reizend an dem Drehtag. Andererseits ist das für uns Schauspieler natürlich tatsächlich einfach „Arbeit“.

Mit Verlaub, vielleicht gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und „Dr. House“. Sie gelten als jemand, der wegen seiner Ehrlichkeit gerne mal anzuecken droht.

Ist das so? Keine Ahnung.

Gucken Sie außer „Dr. House“ sonst noch Fernsehserien?

Ja, meine Favoriten sind „Sex and the City“, „Big Love“ und „Twin Peaks“.

Die TV-Serie als solche, vor allem die US-Serie, ist ja aufgrund ausgezeichneter Autoren und Produktionsbedingungen hoffähig geworden. Tim Roth, Gary Sinise, Kiefer Sutherland– immer mehr erstklassige Schauspieler übernehmen Serien-Hauptrollen. Würden Sie auch dauerhafter in einem Serienformat mitspielen?

Ich plane meine Karriere gar nicht. Ich arbeite viel mehr nach dem Lustprinzip und mache einfach, wozu ich Lust habe, worauf ich neugierig bin. Ich war grade für die BBC und Teamworx drei Monate in Südafrika zum Dreh und bin dabei, mein erstes eigenes Buch fertigzustellen. Mal sehen, was als nächstes kommt. Vielleicht Urlaub.

Das Interview führte Markus Ehrenberg.

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