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DSDS : Pietro Lombardi ist der neue Superstar

Pietro Lombardi aus Karlsruhe hat am Samstagabend die achte Staffel der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" gewonnen. Zuletzt stand er zusammen mit seiner Freundin Sarah Engels im Finale.

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Der neue deutsche Superstar: Pietro Lombardi.
Der neue deutsche Superstar: Pietro Lombardi.Foto: dapd

Pietro Lombardi ist 18, er kommt aus Karlsruhe und er hat das Finale der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) am Samstagabend gewonnen. Gewonnen mit 51,9 Prozent gegen Sarah, die die stärkere Stimme hat, klügere Sachen sagt und optisch deutlich mehr hermacht als der Kirmes-Musikant. Aber Frauen gewinnen "DSDS" nicht, höchstwahrscheinlich, weil Frauen nicht für Frauen stimmen.

Die Sarah und der Pietro sind ein Paar geworden. Sarah hofft, dass die Liebe Pietros Sieg übersteht. "Dass Pietro jetzt soviel Geld hat, ist ja auch schön," sagte die 18-Jährige auch noch. Wenn das mal kein Irrtum ist. Pietro, der als Strasssteinchen-Kleber bisher 400 Euro im Monat verdiente, hat einen Plattenvertrag gewonnen. Er wird singen, was Chefjuror Dieter Bohlen so einfällt. Nie ist dem "Pop-Titan" so viel eingefallen, dass die "DSDS"-Sieger zu Ruhm und Reichtum kamen. Sie kamen aus dem Nichts und verschwanden in der C-Promi-Senke.

RTL sucht diese leidvolle Erfahrung dadurch zu mildern, dass der zukünftige Sieger nicht nur den obligatorischen Plattenvertrag, sondern zudem eine garantierte Gewinnsumme von 500 000 Euro erhält. Das wird den Andrang für 2012 befördern. Laut einer Sendermitteilung können sich „alle Sänger und Sängerinnen sich bereits unter www.RTL.de für die neunte Staffel bewerben". Dabei soll die Altergrenze nach oben – bisher ist bei 30 Schluss – gelockert werden. Dann hätten auch Mutti und Vati eine Chance auf 500 000 Euro in Bar.

Das ist nur fair, denn nach acht Shows weiß auch das dümmste Brot, dass "DSDS" nur zwei wahre Gewinner kennt: Bohlen und RTL. Der Impressario weiß das und regiert imperial. Noch vor dem Finale ließ er seine Mitjuroren Fernanda Brandao und Patrick Nuo per "Bild" wissen, dass Schicht im Schacht ist. Begründung: "DSDS ist auch deshalb so erfolgreich, weil es immer wieder Veränderungen gibt. Deshalb freue ich mich jetzt auf neue Kollegen."

Moderator Marco Schreyl hört vielleicht auf. Er möchte "gerne etwas mit journalistischem Tiefgang" machen, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Ob eine "DSDS"-Moderation diesen Wunsch qualizieren kann?

Das Format "DSDS" ist mittlerweile fester Programmpunkt im RTL-Jahr. Das Finale 2011 verfolgten 6,3 Millionen Menschen, in der werberelevanten Zielgruppe holte RTL einen Marktanteil von starken 36,4 Prozent. Das Finale lief damit deutlich schlechter als im Jahr 2010, wo man noch auf 7,58 Millionen Zuschauer kam. 2009 waren es 6,08 Millionen. Generell gilt die aktuelle Staffel als die erfolgreichste seit der ersten Runde. Durchschnittlich 6,32 Millionen Zuschauer sahen die "DSDS"-Sendungen seit Januar 2011.

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