DSDS-Zwischenstand : Fifty-fifty im Finale

Harmonie im Finale von "Deutschland sucht den Superstar": Die Konkurrenten feuern sich gegenseitig an, Brachial-Juror Dieter Bohlen lässt sich zu Lobeshymnen hinreißen und die Zuschauer votieren ausgewogen. Ein Zwischenstand.

DSDS
Zuschauer bei der Generalprobe von DSDS. -Foto: Annette Kögel

Fifty-fifty – so stand es Samstagabend der Zuschauertelefon-Abstimmung zufolge lange im Finale von „Deutschland sucht den Superstar“. Nichts also mit dem erwarteten eindeutigem Durchmarsch des Favoriten, Daniel Schuhmacher, 22, aus Pfullendorf in Baden-Württemberg. „So was haben wir in Deutschland einfach noch nicht, so eine Stimme, so einen Soul, so eine Persönlichkeit“, sagt Marion Laubinger vom Sintiverband Hildesheim. Sie meint Sarah Kreuz, 19, aus Poppenhausen, die stolz auf ihre Herkunft ist, und darauf, dass sie im DSDS-Finale stand.

Aber auch für Daniel Schuhmacher drückten die Zuschauer die Wahlwiederholungstaste ihrer Telefone. Sänger Seal findet seine Stimme „unique“, einzigartig, und DSDS-Brachial-Juror Dieter Bohlen ließ sich gar zu mehreren „Weltklasse“-Lobeshymnen hinreißen. Bei dem Premieretitel „Soulmate“ von Natasha Beddingfield hatte Schuhmacher zwar Schwierigkeiten, sich einzupegeln – bei „Ain’t no Sunshine“ aber gab es wieder Zugaberufe.

Und dann feuerten noch die Kreuzens die Schuhmachers an und umgekehrt – was war passiert?

Harmonie bei DSDS, zum Finale war das tatsächlich möglich. Diesmal standen keine schlagzeilenträchtigen Dispute in der Regieanweisung.

Doch bis die Zuschauer durch ihre gebührenpflichtigen Anrufe die ungewohnte Einigkeit wieder zerstreuen und den Superstar des 2009er DSDS-Jahrgangs wählen sollten, sollte noch einige Zeit vergehen.

Schon bevor die offizielle Fernsehübertragung begann, hielt Moderator Marco Schreyl beim Probeansagen und Publikumstestklatschen den Daumen hoch in die Kamera. Vor beiden Kandidaten, die Hand in Hand ins Studio liefen, klassisch gekleidet, in rotschwarz.

Und in den Pausen, in denen die Zuschauer am Bildschirm das zu sehen bekommen, was diese Privatfernseh-Soap erstmöglich macht -  nämlich Werbung – konnten sich wieder Leute aus dem Publikum live  am Studiomikrofon versuchen.

Das alles verfolgten viele junge Fans aus ganz Deutschland, die schon früh morgens den Wecker gestellt hatten, live an den Produktions-Übertragungsbildschirmen.

Live im Studio ging nicht mehr. Ausverkauft, umsonst stundenlang angereist.

Und die Nacht sollte noch lang werden.

Die Ergebnisse der bislang mit durchschnittlich fast 5,5 Millionen Zuschauern erfolgreichste deutsche Unterhaltungsshow sollten laut Sendeplan erst gegen oder sogar nach Mitternacht feststehen.

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