Medien : Durch Mark und Berlin

Antenne Brandenburg Marktführer im Regional-Radio

Joachim Huber

Der öffentlich-rechtliche Radiosender Antenne Brandenburg ist die Nummer eins bei den Hörern in der Region Berlin-Brandenburg. Das RBB-Programm konnte mit 248 000 Hörern in der so genannten Durchschnittsstunde seinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz sogar noch ausbauen, wie aus der Media-Analyse (MA 2006 Radio I) hervorgeht. Während Antenne Brandenburg im Vergleich mit der MA 2005 Radio II vom Juli des vergangenen Jahres bei der Akzeptanz noch zulegen konnte, haben die Verfolger an Hörern verloren, trotzdem ist die Reihenfolge der Sender auf den ersten vier Rängen unverändert: Antenne Brandenburg vor den privaten Konkurrenten BB Radio (195 000), r.s.2 (161 000) und 104.6 RTL (130 000).

Die Plätze getauscht haben die RBB-Programme Radio Eins und Radio Berlin: Radio Eins (99 000) liegt aktuell vor Radio Berlin (95 000), dem der Relaunch – aus der Schlagerwelle 88Acht wurde die Popwelle Radio Berlin – noch nicht bekommen ist. Bei den übrigen werbetragenden Programmen fallen noch die Verluste beim RBB-Radio Fritz (67 000), der sanfte Zuwachs beim Inforadio (56 000) und der Zugewinn bei Star FM (29 000) auf. Für Radio Hundert,6 Motor FM, erst Anfang Februar auf Sendung gegangen, gibt es noch keine Zahlen.

In Berlin hat der Privatsender r.s.2 (85 000) seine Spitzenposition vor 104.6 RTL (84 000) nur hauchdünn behauptet, es folgen mit engen Abständen Berliner Rundfunk (77 000) und die RBB-Angebote Radio Berlin (76 000), Radio Eins (72 000) und Antenne Brandenburg (70 000). Diese Rangfolge ist identisch mit dem Ergebnis der Juli-Erhebung.

Bezogen auf ganz Deutschland haben im Wettbewerb mit den Privatsendern die öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramme weiter die Nase vorn. Die ARD-Sender erreichen mit ihren rund 60 Sendern wochentags (Montag bis Freitag) im Schnitt 34,39 Millionen Hörer ab 14 Jahren, die Privaten kommen auf 28,97 Millionen. Sowohl ARD (minus 1,06 Millionen) als auch Private (minus 500 000) haben im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung vom Juli 2005 deutlich Hörer abgegeben, insbesondere bei den Jugendwellen. Bei den Kultur- und Informationsprogrammen reklamiert der ARD-Hörfunk einen Zuwachs, so meldet der RBB bei seinem Kulturradio eine gestiegene Tagesreichweite von 47 000 auf 55 000 Hörer.

Der Deutschlandfunk konnte seine Hörerschaft erneut ausbauen. Nach Senderangaben stieg die Zahl der täglichen Hörer innerhalb des letzten halben Jahres von 1,23 Millionen auf 1,33 Millionen. Das bedeutet einen Marktanteil von zwei Prozent, wobei die Zunahme von 2,5 auf 3,7 Prozent in Berlin besonders ins Auge sticht.

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