Medien : Durchsuchungen

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In der aktuellen „Rangliste der Pressefreiheit“ steht Deutschland auf Rang 18 . Das ist – im Vorjahresvergleich – ein Abstieg um sieben Plätze. Deutschland steht mittlerweile hinter einigen neuen Mitgliedern der Europäischen Union wie Estland, Ungarn oder der Slowakei. Für die schlechte Bewertung in diesem Jahr waren laut Reporter ohne Grenzen einzelne Vorfälle verantwortlich, darunter der überfall auf einen freien Journalisten im sächsischen Weißwasser an der Grenze zu Polen. Der Mann wurde nach seinen beruflichen Recherchen in der polnischen Grenzregion auf einem Parkplatz überfallen und ausgeraubt. Dann gab es mehrere Meldungen über Durchsuchungen von Redaktionen und Privatwohnungen von Journalisten. In München zum Beispiel hat die Polizei – ohne Durchsuchungsbefehl – die Wohnung eines freien Journalisten („Jungle World“, „Neues Deutschland“) durchsucht, nachdem er zuvor auf einer Parteiveranstaltung der rechtsextremen NPD recherchiert hatte. Der aktuelle Fall des Potsdamer Magazins „Cicero“ ist in der Rangliste noch nicht berücksichtigt.

Die „Klassenbesten“ in Sachen Pressefreiheit sind Dänemark, Finnland, Irland, Island, die Niederlande, Norwegen und die Schweiz. oslu

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