Medien : "E-Business": Nichts geht ohne Internet

Am Freitagabend, pünktlich um 18 Uhr, konnte die erste Ausgabe von "E-Business" in Druck gehen. Die Mannschaft um Chefredakteur Gregor Neumann durfte am Sonntagabend in München also beruhigt mit 800 Gästen feiern. Wie immer, wenn eine neue Zeitschrift erscheint, war der Stress in den Wochen davor groß - beim neuen Ableger der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" vielleicht noch größer. Der Redaktion fehlen noch immer Leute. Es gibt zu wenige Wirtschaftsjournalisten mit Magazin-Erfahrung, "das tut uns richtig weh", sagt Neumann. Bei der Düsseldorfer Verlagsgruppe Handelsblatt hatte man Derartiges schon befürchtet und baute "E-Business - das Magazin für die Internet-Wirtschaft" gleich in München auf. Dennoch war Neumann letztlich auf die Hilfe von "WiWo"-Chef Stefan Baron angewiesen, der Redakteure und die eine oder andere Geschichte an den Zögling abgab.

Die Idee zu "E-Business" schwirrt schon lange in den Köpfen. Doch im vergangenen Jahr bekam die "Telebörse" den Vorzug, sie kam zuerst auf den Markt. Ab heute liegt nun auch "E-Business" für 5 Mark 50 an 21 000 Verkaufsstellen aus: "E-Day, die Revolution in Deutschlands Wirtschaft beginnt erst jetzt", wirbt "E-Business". Und ist sich bewusst, dass die Euphorie nicht mehr so groß ist wie noch vor einem oder anderthalb Jahren. "Wir richten uns an Entscheider in der True Economy", sagt Neumann - und meint die "Symbiose aus new und old economy". Diese "Veränderer" - hochqualifizierte 26- bis 36-Jährige sowie 40- bis 48-Jährige aus der ersten und zweiten Managementebene - kaufen sich mit dem 14-täglichen Magazin ein Heft, das sich im Gegensatz zur nachrichtlichen "Wiwo" nur auf den Ausschnitt rund ums Internet fokussiert, dort aber viel Praktisches bieten will. 50 000 der 160 000 gedruckten Exemplare garantiert der Verlag zu verbreiten. usi

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