Eckpunkte des Arbeitsentwurfs : Kein "Best of Gottschalk" fürs Internet

Vorläufig ist es noch ein "abschließender Arbeitsentwurf“, aber die Eckpunkte zur Novelle des Rundfunkstaatsvertrages sind in den meisten Punkten – außer dem großen Bereich der Unterhaltung – bereits sehr konkret.

SENDUNGSBEZOGEN

Alle Internetangebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio müssen einen strikten Sendungsbezug haben. Hessens Ministerpräsident Koch beruhigte am Mittwoch jedoch einen TV-Journalisten des HR. „Von einer Landtagssitzung aus Wiesbaden können Sie sicher mehr als die 1 Minute 30 für die Nachrichten bringen. Auch der komplette Redetext gehört schließlich zum Thema.“

ZEITBEGRENZUNG

Für die Angebote der öffentlich-rechtlichen Internetportale und deren Mediatheken gilt eine allgemeine Zeitbegrenzung auf sieben Tage. Für sportliche Großereignisse wie die Olympischen Spiele, Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften wird diese Begrenzung auf 24 Stunden verkürzt. Die Ein-Tages-Regel gilt auch für Bundesliga-Spiele, so die Öffentlich-Rechtlichen daran die Internetverwertungsrechte haben. Für Sportübertragungen von Amateurligen oder dem Breitensport gilt wie für die übrigen Sendungen die 7-Tage-Frist.

DIE NEGATIVLISTE

Es wird keine Kontaktbörsen, Beratungsdienste oder Freizeittipps im Internet bei ARD und ZDF geben. Auch neue, für das Internet geschaffene Unterhaltungsformen wie ein „Best of Gottschalk“ bei „Wetten, dass..?“ soll es nicht geben dürfen. Eine „Elektronische Presse“ ist zudem nur im sehr engen sendungsbezogenen Rahmen zulässig. Webseiten in „presseähnlicher“ Anmutung von Zeitungen und Zeitschriften sind hingegen absolut tabu. Tsp

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