Ehrung : Reporterpreis für Tagesspiegel

Das Reporter-Forum zeichnet Ariane Bemmer für die Lokalreportage "Flüstern und Schreien" aus. In ihrem Text beschreibt sie die Trostlosigkeit des bürokratischen Apparats in einer Berliner Behörde - aber auch, wie sich die Mitarbeiter dort immer wieder gegen widrige Bedingungen stemmen.

Für ihren Tagesspiegel-Text „Flüstern und Schreien“ hat Ariane Bemmer beim Deutschen Reporterpreis 2011 die Auszeichnung für die beste Lokalreportage erhalten. In ihrer Seite-Drei-Reportage habe sie „erzählerisch gekonnt den Alltag einer überforderten Behörde beschrieben“, begründete die Jury des vom Reporter-Forum ausgelobten Preises ihre Entscheidung. Eindrucksvoll habe sie die Trostlosigkeit des bürokratischen Apparates im Jugendamt in Berlin-Spandau geschildert und zugleich voller Sympathie von Mitarbeitern dieser Behörde erzählt, die sich in einem fort gegen das Elend stemmen.
Den Preis für die beste Reportage 2011 geht an Wolfgang Uchatius für seinen Text „Die Riester-Bombe“, erschienen im Dossier der „Zeit“. Der Preis für den besten freien Reporter wird zweimal verliehen, an Nadine Ahr und Jonathan Stock. Ahr hat in der „Zeit“ unter dem Titel „Das Versprechen“ die anrührende Liebesgeschichte ihrer Großeltern erzählt. Stock beschrieb in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ in seinem Text „Peters Traum“ einen deutschen Dschihadisten. Ulrike Demmer schreibt in ihrer Reportage „Die Ritter der Drachenburg“, für den „Spiegel“ über den Dschungel der Bürokratie.

Weitere Preise gehen an Mariam Blasberg für das im „Zeit“-Magazin erschienene Interview „Ein Rebell bin ich erst heute“ mit dem Enkel von Erich und Margot Honecker. Uwe H. Martin wird für seine Web-Reportage „Texas Blues“ geehrt, Konstantin Richter in der Kategorie „Kulturreportage des Jahres“ für seinen Text „Der Kulturkampf“. Tsp

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