Ein Jahr nach Festnahme : Kim Schmitz sucht Mega-Ärger

Umstrittene Tauschbörse soll 2013 unter neuem Namen und mit neuer Verschlüsselungstechnik erneut starten.

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Der umstrittene Internetunternehmer Kim Schmitz hat den Start eines neuen Online-Speicherdiensts angekündigt. Schmitz war am 20. Januar festgenommen worden, weil er als Betreiber des mittlerweile gesperrten Portals Megaupload gegen das Urheberrecht verstoßen haben soll. Am Jahrestag der Festnahme soll 2013 eine neue Tauschplattform mit dem Namen Mega gestartet werden.

Den Termin hat der gebürtige Deutsche über Twitter mitgeteilt. Seinen Angaben zufolge verzeichnete die Werbeseite daraufhin binnen weniger Stunden schon „Millionen“ von Abrufen.

Mit einem neuen, in den Browser integrierten Verschlüsselungsverfahren sollen die Nutzer künftig selbst entscheiden, wem sie den Zugriff auf die Dateien ermöglichen. „Sie haben den Schlüssel, nicht wir“, heißt es auf der Seite. Theoretisch haftet damit nicht mehr der Betreiber, sondern der Nutzer, wenn Raubkopien über die Seite geteilt werden. Schmitz hingegen sieht darin eine Verbesserung der Privatsphäre der Nutzer.

Aktuell ist Kim Schmitz gegen Kaution auf freiem Fuß in Neuseeland. Die USA verlangen seine Auslieferung, doch die Verhandlung darüber wurde mehrfach verschoben. Schmitz wehrt sich gegen die Auslieferung, über die nun im März 2013 entschieden wird. wec

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