Medien : „Ein Lied für Istanbul“: Raab ist preisverdächtig

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Der Moderator und Produzent Stefan Raab ist für den GrimmePreis nachnominiert worden. Die Jury habe Raab für „die Entdeckung und Förderung von Musiktalenten durch „SSDSGPS - Ein Lied für Istanbul“ (Stefan sucht den Super Grand Prix Star) aufgestellt, teilte das Grimme Institut in Marl mit. „Es ist ausschließlich dieser Beitrag für die Kategorie Spezial nominiert worden“, sagte am Freitag der Jury-Vorsitzende Dieter Anschlag. Die Nominierung habe nichts mit Raabs anderen Sendungen wie „TV Total“ (Pro 7) zu tun. „Raab hat auf fernsehgerechte Weise die Musik gefördert. ,Ein Lied für Istanbul’ kann dabei als positive Gegenleistung zu ,Deutschland sucht den Superstar’ gesehen werden“, sagte der Juryvorsitzende. Raabs kürzlich ins Leben gerufener neuer Wettbewerb „Bundesvision Song Contest“ sei auch eine nachträgliche Rechtfertigung für die Nominierung.

Mit „TV Total“ hat Raab dagegen mitunter negative Kritik einstecken müssen. Weil Raab eine Schülerin allein auf Grund ihres Namens in die Nähe der Pornobranche gerückt habe, waren er und Pro 7 zu 70 000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Eine Frau aus Frankfurt/Main beschwerte sich beim Landgericht Berlin, weil Raab sie in einer Sendung als „perfekt getarnte Drogendealerin“ bezeichnet haben soll. Dazu hatte der Pro-7-Komiker ein Bild gezeigt, auf dem die Mutter bei der Einschulung ihrer Tochter eine Schultüte in der Hand hat. dpa/jbh

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