Medien : Ein Skandal? Schleichwerbung in „Report Mainz“

Joachim Huber

Schwer lastet momentan der Verdacht verbotener Schleichwerbung auf der ARD. Nicht alle ARD-Mitarbeiter lassen sich davon niederdrücken. Fritz Frey hat am Montagabend gleich einen richtigen Konter gefahren. Der Moderator von „Report Mainz“ hat während der Live-Moderation des Magazins „geschlichene Eigenwerbung“ praktiziert, wie er am Dienstagmorgen frank und frei gestand. Eine Sekretärin schnitt also aus einem „Report Mainz“-Aufkleber Logo und Schriftzug heraus, was sich Fritz Frey auf den rechten Hemdkragen applizierte. Frey nennt das „einen kleinen Gag“, den sich die Redaktion am Montagnachmittag habe einfallen lassen. Als Vorbild bezeichnete er „all die Sportler, die tagtäglich mit Werbung auf Hemdkragen, Shirts und Hosen vor einer Fernsehkamera auftauchen“. Motto: Was Sportler können, können Redakteure des Südwestrundfunks Rheinland-Pfalz schon lange.

Freys Werbung am Mann soll dazu dienen, dem Zuschauer auch in dem Moment, da nur der Moderatoren-Körper im Vollbild sei, eine Orientierung zu liefern, welches Programm er denn gerade eingeschaltet habe. Nach der Sendung ist das Logo schnöde abgefallen. Über eine krisensichere Fortsetzung, als Stirnband oder Tätowierung, wird vielleicht nachgedacht. Sagt Frey.

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