• Einstieg bei der „FR“ fast perfekt SPD-Medienholding DDVG hofft auf Zugeständnisse der Banken

Medien : Einstieg bei der „FR“ fast perfekt SPD-Medienholding DDVG hofft auf Zugeständnisse der Banken

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Die Verhandlungen um den Einstieg der SPDMedienholding DDVG als Mehrheitsgesellschafter bei der „Frankfurter Rundschau“ werden möglicherweise in dieser Woche abgeschlossen. Vor fünf Wochen hatten die Karl-Gerold-Stiftung als Eigentümerin der „FR“ und die DDVG die entsprechende Absichtserklärung abgegeben. Es geht um 70 Prozent der Anteile am Verlags- und Druckhaus, das die DDVG dem Vernehmen nach übernehmen will. Beim Verlags- und Druckhaus der linksliberalen „Rundschau“ (Auflage: 182 000 Exemplare) hat sich ein Schuldenberg von geschätzten 70 Millionen Euro angehäuft. SPD-Schatzmeisterin Ingrid Wettig-Danielmeier geht davon aus, dass das überregionale Blatt 2005 wieder schwarze Zahlen schreibt. DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen sagte, dass mit den Banken weiter über einen Forderungsverzicht verhandelt werde. Verhandelt wird auch mit der Belegschaft über einen weiteren Stellenabbau. Bis Ende 2004 wird die Zahl der Beschäftigten unter 1000 liegen – das sind 40 Prozent weniger als 2002. Die DDVG will nach ihrer Übernahme die Vollzeitstellen auf etwa 780 verringern. Eine Zahl „in dieser Größenordnung“ wird von Berendsen bestätigt. Der „FR“-Betriebsratschef Victor Kalla hofft dagegen, den Personalbestand bei 850 Mitarbeitern halten zu können. Letztlich gesteht Kalla ein: „Es ist die einzige Lösung, die langfristig das Überleben dieser Zeitung sichert.“dpa/Tsp

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