Medien : Elitz geht. Kommt Minhoff? Favorit für die Intendanz des Deutschlandradios

Joachim Huber

Bis 31. März 2009 hält Ernst Elitz die Zügel beim Deutschlandradio fest in der Hand. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Journalist, der den Sender seit dessen Gründung am 1. April 1994 leitet, im Intendantenamt. Dann hört er auf, ein Nachfolger muss gefunden werden. Diese Persönlichkeit zu finden, ist Aufgabe von ZDF-Intendant Markus Schächter, der dem Verwaltungsrat des Deutschlandradios vorsitzt. Laut Sendersatzung schlägt der amtierende Chef dieses Gremiums dem Hörfunkrat einen oder mehrere geeignete Kandidaten zur Intendantenwahl vor. Die 40 Mitglieder des Hörfunkrates bestimmten den neuen Senderchef mit Zwei-Drittel-Mehrheit.

Aus diesen Kreisen ist zu erfahren gewesen, dass ZDF-Intendant Markus Schächter als Ein-Personen-Findungskommission erfolgreich gewesen sei und Christoph Minhoff als Nachfolger für Ernst Elitz vorschlagen soll.

Minhoff arbeitet derzeit als ZDF-Programmgeschäftsführer des Ereignis- und Dokumentationskanals Phoenix, einer gemeinsamen Einrichtung von ARD und ZDF. Sein Gegenpart als ARD-Programmgeschäftsführer ist Michael Hirz. Christoph Minhoff, geboren 1959 in Duisburg, steht den Konservativen und da der CSU nicht ferne. Er gilt als Stoiber-Zögling, der Journalist absolvierte nach einem Studium der Politikwissenschaften und Geschichte in München ein Volontariat bei der CSU-Wochenzeitung „Bayernkurier“. Dort war er von 1984 bis 1989 Redakteur, ehe er beim Fernsehen des Bayerischen Rundfunks für das innenpolitische Magazin „Zeitspiegel“ arbeitete. Sechs Jahre später wurde der Journalist Leiter des ZDF-Landesstudios Bayern, ein Amt, das noch keiner ohne den Segen der CSU ausfüllen durfte. Im März 2005 dann der nächste Karriereschritt, als er Phoenix-Programmchef wurde. Christoph Minhoff wechselt sich in der Moderation der Talkshow „Unter den Linden“ mit Michael Hirz ab. Joachim Huber

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben