Medien : Emig-Verteidiger plädiert auf Bewährungsstrafe

Im Korruptionsprozess gegen den früheren Sportchef des Hessischen Rundfunks, Jürgen Emig, hat die Verteidigung eine „bewährungsfähige Strafe“ von höchstens zwei Jahren beantragt. Rechtsanwalt Stefan Bonn verwies in seinem Schlussvortrag am Donnerstag auf die Zerstörung der beruflichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Existenz des Angeklagten. Dies müsse ebenso strafmildernd berücksichtigt werden wie der Umstand, dass der inzwischen 63-jährige Emig das „Kerngeschehen“ der Anklage „unumwunden eingeräumt“ habe. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft wegen Bestechlichkeit und Untreue gefordert. Die Verteidigung des Mitangeklagten Harald Frahm, der früher Emigs Geschäftspartner war, beantragte für den Fall einer Verurteilung ebenfalls eine Bewährungsstrafe. Das Urteil wird am 2. Oktober verkündet. Den beiden Angeklagen wird von der Staatsanwaltschaft vor allem vorgeworfen, dass sie die Produktionskostenzuschüsse, die für die Übertragung von Sportveranstaltungen gezahlt wurden, nur zum Teil an den Hessischen Rundfunk weitergeleitet hatten. Tsp/dpa

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