Medien : EU und Länder sprechen über Gebühren

-

In der Diskussion über die Zukunft der öffentlichrechtlichen Sender wollen Vertreter der Medienkommission der Bundesländer bereits nächsten Donnerstag mit dem Generaldirektor Wettbewerb der Brüsseler EU-Kommission, Philip Lowe, sprechen. Das kündigte ZDF-Intendant Markus Schächter am Freitag nach einer Sitzung des ZDF-Fernsehrates an. Spätestens Ende April werde die Antwort auf den Brief aus Brüssel von dieser Woche fertig sein. Die EU-Kommission hatte in einem umfassenden Fragenkatalog unter anderem mehr Transparenz bei den Finanzierung und Haushaltsführung der Sender gefordert. Nach den Worten des Fernsehratsvorsitzenden Ruprecht Polenz müsse es auch künftig klar sein, dass Eingriffe in die staatliche Programmhoheit von Seiten Brüssels nicht möglich sind. Dies würde ansonsten eine Verletzung der Pressefreiheit bedeuten.

Das ZDF kündigte an, den Anteil von Programmen im Breitbild-Format 16:9 deutlich zu steigern. Auf dem internationalen Markt für Fernsehgeräte zeichne sich bereits seit einigen Jahren ab, dass Flachbildschirme mit diesem Format immer beliebter würden, sagte Schächter. Daher sei die Durchsetzung des Breitbildes auf dem deutschen Markt nur noch eine Frage der Zeit.

Im Sender auf dem Mainzer Lerchenberg werde dauerhaft ein so genanntes „Krisenzentrum“ eingerichtet, um bei künftigen Katastrophen und Krisen schnell und angemessen reagieren zu können. dpa/Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben