Medien : Ex-Bavaria-Chef beschuldigt Günter Struve

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Der entlassene BavariaGeschäftsführer Thilo Kleine erhebt in der Schleichwerbungs-Affäre schwere Vorwürfe gegen ARD-Programmdirektor Günter Struve. „Struves moralische Erregung ist gespielt“, sagt er in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Der ARD-Manager sei über Product-Placement-Pläne mit der Agentur Content im Bilde gewesen. Kleine erklärte, ein leitender Struve- Mitarbeiter habe ihm gesagt: „Der Doktor will für Degeto-Movies Zusatzfinanzierung durch Product Placement haben“. Außerdem habe Struve auf Schleichwerbung für die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft (DTM) und für Musikproduktionen in der Bavaria-Serie Marienhof gedrängt, sagte Kleine: „Wir mussten dafür am Nürburgring und bei Opel drehen, was für eine Daily Soap absurd ist.“ Der Ex-Bavaria-Chef verweist auch darauf, dass der SWR bei der Agentur Placement Control für den Tatort Verträge für das Mercedes-Auto des Kommissars schließt und gleichzeitig Nutzfahrzeuge derselben Marke erhält. dpa

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