Medien : Ex-tm 3 Chef Ploog im Interview: "Ich sehe manches mit anderen Augen"

Herr Ploog[im Herbst wechselten Sie von tm 3 als]

Herr Ploog, im Herbst wechselten Sie von tm 3 als Mediendirektor zum Fußballklub Eintracht Frankfurt. Vermissen Sie nicht etwas?

Nein. Ich habe Riesenspaß, das Geschehen einmal von der anderen Seite zu erleben. Ich bin in alle Entscheidungsprozesse von Eintracht Frankfurt involviert, sehe manches jetzt mit anderen Augen.

Diesen Job haben Sie sich aber nicht gerade ausgesucht.

Durch den Weiterverkauf der Champions-League-Rechte endete der TM 3-Vertrag früher als erwartet. Ich suchte einen Job, Frankfurt einen Mediendirektor.

Bereuen Sie nicht doch Ihren Schritt, 1999 als stellvertretender Sportchef von Premiere zu tm 3 gegangen zu sein?

Im Nachhinein ist man immer klüger. Man muss Entscheidungen treffen, um herauszufinden, ob sie richtig oder falsch waren. Ich bereue die Entscheidung nicht. Es war eine prägende Erfahrung fürs ganze Leben. Die Sport-Redaktion von tm 3 war die beste, in der ich je gearbeitet habe. Es ist sehr traurig, dass dieses journalistische Potenzial nur ein Jahr genutzt wurde.

Wie fühlt man sich als Mediendirektor, nach dreißig Jahren Journalismus?

Ich bin weiter Journalist, nur auf der anderen Seite.

Können Sie sich nicht vorstellen, irgendwann wieder bei einem TV-Sender heiße Live-Spiele zu kommentieren?

Daran verschwende ich keinen Gedanken. Ich konzentriere mich ganz auf die Eintracht. Ich möchte mithelfen, aus der launischen Diva eine seriöse Lady zu machen.

In den anderen Bundesligavereinen gibt es keine Mediendirektoren. Was ist Ihr Job?

Wir sind eine AG und haben die Abteilungsleiter Direktoren genannt. Ich bin als Mediendirektor Presse-Chef und Pressesprecher. Ich kommuniziere die Entscheidungen des Aufsichtsrates und der sportlichen Leitung.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie nun Champions League sehen?

Ich komme selten dazu. Und wenn, dann versinke ich nicht in einem Meer von Tränen.

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