Facebook : Listen und Lobbyisten

14.09.2011 17:07 Uhrvon
Foto: dpa Foto: picture-alliance/ dpa
Foto: dpa - Foto: picture-alliance/ dpa

Vorm erwarteten Börsengang im kommenden Jahr will sich Facebook viele Freunde machen und engagiert zwei Funktionärinnen. Mit neuen Funktionen wird dagegen auf Wettbewerber Google+ reagiert.

Der für das nächste Jahr erwartete Börsengang von Facebook wirft seine Schatten voraus: Derzeit ist das 750 Millionen Mitglieder zählende soziale Netzwerk bemüht, sich selbst viele Freunde zu machen. Oder doch zumindest die Kritik unter anderem am Umgang mit den Nutzerdaten zu entkräften. Am Dienstag hat Facebook die amerikanische Anwältin Erin Egan zur Datenschutzbeauftragten ernannt. Die Partnerin der Kanzlei Covington & Burling in Washington hat sich auf die Themen Datensicherheit und globale Privatsphären-Fragen spezialisiert und wird ihre Stelle im Oktober antreten.

Auch in Europa ist Facebook um Ausgleich bemüht. In Brüssel wird Erika Mann die neu geschaffene Stelle der Cheflobbyistin übernehmen.

Mann saß von 1994 bis 2009 für die SPD im Europarlament und hat sich unter anderem mit dem Telekommunikationssektor beschäftigt. Für Facebook soll die gebürtige Leipzigerin den Austausch mit EU-Beamten und -Politikern sicherstellen.

Darüber hinaus reagiert Facebook mit neuen Funktionen auf den Wettbewerb zu Googles neuem sozialen Netzwerk Google+. Facebook-Mitglieder können nun mit vereinfachten Freundeslisten komfortabler festlegen, welche Informationen sie mit wem teilen wollen. Das Besondere an den smarten Freundeslisten ist, dass Facebook seinen Mitgliedern basierend auf den Profilinformationen automatisch Vorschläge macht, in welche Gruppen die Freunde am besten passen. Über Merkmale wie Beruf, Schule, Familie oder Ort wird so zwischen Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen unterschieden. Über die Einteilung in die neuen Listen kann gefiltert werden, welche Neuigkeiten angezeigt werden. Aber auch in der anderen Richtung kann besser unterschieden werden, wer welche Information sehen darf. Bei wem es sich um einen engen Freund oder nur um einen Bekannten handelt, muss jedoch jeder Nutzer selbst festlegen.

Umfrage

Der Springer-Verlag will vor der Bundestagswahl erneut an alle Haushalte in Deutschland ein Gratisexemplar der BILD verteilen. Wie reagieren Sie?

Service

Empfehlungen bei Facebook

Weitere Themen

Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
Diskutieren Sie mit!