Fernseh-Programmierung : Sex and the Simpsons

Mit Eigenproduktionen hatte ProSieben zuletzt wenig Erfolg. Nun setzt der Sender auf noch mehr US-Serien.

Markus Ehrenberg

Für ProSieben ist der Dienstagabend schon seit Monaten eine Katastrophe – fast keine der zahlreichen Eigenproduktionen holte dort zuletzt dauerhaft gute Einschaltquoten, auch nicht die „Comedystreet XXL“ mit Simon Gosejohann, obwohl die starke Serienkonkurrenz in Person von „Dr. House“ auf RTL Sommerpause macht und der Krimihit „CSI: Miami“ nur in Wiederholungen läuft. Nun versucht es der Privatsender in der neuen TV-Saison mit Altbekanntem aus dem Ausland, zwei US-Serien am Dienstagabend. Vom 15. September an soll es um 20 Uhr 15 die 20. Staffel der Kult-Trickserie „Die Simpsons“ richten, ab 21 Uhr 15 gibt es Doppelfolgen der US-Sitcom „Two and a Half Men“. „Das Herzstück der Sendermarke ProSieben ist die US-Fiction“, sagte Geschäftsführer Thilo Proff über den neuen Serien-Dienstag. Dabei setze der Sender auf die erfolgreichsten Serienhits aus den USA. Nach den bisherigen positiven Erfahrungen mit „Two and a Half Men“ im „Sitcom-Block“ am Samstag und dem Erfolg der „Simpsons“ in der Prime Time am Montag sei man zu diesem Schluss gekommen. Zur Einstimmung auf den neuen Dienstagabend zeigt ProSieben den Kinofilm „Simpsons – Der Film“ am 13. September als Free-TV-Premiere.

Keine gute Nachricht für den zurzeit ohnehin gebeutelten TV-Produktionsstandort Deutschland. Die Privatsender überlassen das klassische Feld der deutschen Primetime-Serie mittlerweile nahezu komplett den öffentlich-rechtlichen Sendern. Und Proff kündigte weitere US-Serien auf ProSieben an. So startet „Harper’s Island“ am 26. August. Richtig interessant wird es für eingefleischte Serienfans wieder ab 16. September. Dann kommen die „Desperate Housewives“ aus der langen Sommerpause zurück, gefolgt von der Serie „Lipstick Jungle“ aus der Feder von „Sex and the City“-Autorin Candace Bushnell. meh

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