Fernsehkritik : Harald Schmidt widerspricht Reich-Ranicki

Jetzt meldet sich auch ein alter Hase im Showgeschäft zu Wort: Harald Schmidt ist nicht derselben Meinung wie Marcel Reich-Ranicki. Man könne nicht das gesamte Fernsehprogramm als Müll abtun.

Stuttgart TV-Entertainer Harald Schmidt (51) kann sich nicht mit den harschen Worten von Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (88) zur mangelnden Qualität des Fernsehens anfreunden. "Ich bin nicht einer Meinung mit dem, was er beim Fernsehpreis gesagt hat", sagte Schmidt am Mittwoch in der Sendung "SWR 1 Leute". "Man kann das Fernsehen nicht pauschal als Müll abtun."

Der Auftritt Reich-Ranickis, der bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am 11. Oktober das Medium kritisiert und seinen Ehrenpreis fürs Lebenswerk abgelehnt hatte, sei allerdings sicherlich nicht nicht inszeniert gewesen, vielmehr habe der Kritiker wohl kaum gewusst, was ihn erwarte: "Das ist ein bisschen so, wie wenn ich sage: "Ich war beim Fußball und da haben alle kurze Hosen an, das hat mich doch sehr überrascht"", sagte Schmidt im Südwestrundfunk weiter. (jg/dpa)

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