Medien : Fernsehtipp: "90-Minuten-Terrine" von Knut Beulich

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22 Uhr 45 Suppe. B 1. Die Suppenküche des Franziskanerklosters Pankow kocht seit 1991 für Menschen, die zu Hause nichts mehr im Kühlschrank haben, die aus irgendeinem Grunde auf der Straße gelandet sind. Am Anfang kamen etwa 20 am Tag, die Hunger hatten, heute sind es rund 300. Der Autor Knut Beulich begleitete vier Wochen lang die Arbeit der Franziskaner und hörte den Menschen zu, die vor dem Bierzelt in der Schlange stehen, um eine Kelle aus dem großen Topf zu bekommen. Wer einmal in der Suppenküche war, kommt meistens wieder. Angesichts des Themas erwartet man bei der Dokumentation "Suppe" sicherlich eine bedrückende Sozialreportage. Doch genau das ist die "90-Minuten-Terrine" von Knut Beulich nicht: Er hört lieber den Menschen zu. Jerome berichtet vom Zähneputzen im luxuriösen KaDeWe, und Bruder Johannes stellt fest, dass von den drei Gelübden der Franziskaner - Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam - der Gehorsam doch das schwierigste sei.

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