Medien : Fernuniversität des Terrors

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Seit der Zerschlagung der Al-Qaida-Zentrale in Afghanistan verzichtet die Terror- Organisation auf ein zentrales Internetportal.

Über 4500 dezentrale Websites machen nun Werbung für Al Qaida, für deren Islamismus und Terrorismus. Wie Yassin Musharbash, Redakteur bei Spiegel-Online und kritischer Experte für islamistische Terror- Websites darlegt, finden Sympathisanten auf diesen Seiten Know-how über Waffengattungen und chemische Formeln für Sprengstoff sowie Lesestoff zur ideologischen Aufrüstung.

„Das Internet ist billig, nicht zensierbar und ein Massenmedium – bestens geeignet für das Verbreiten von Ideologie“, erklärt Musharbash. Besonders spezialisierte Websites fungieren allein als Abrufstelle für Bekennerschreiben von Attentätern, jeweils „autorisiert“ und signiert durch Logos der Gruppe, die den Anschlag verübte.

Musharbash sieht im Internet eine Fernuniversität des Terrors: „Eine Zeit lang konnte man Anschlagspläne an erfahrene Attentäter der Al Qaida mailen und bekam sie korrigiert zurück.“ cf

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