Medien : Flipper, Lassie & Co.: Wer sieht Tieren bei der Fernseharbeit zu?

Joachim Huber

Wer auch nur am Rande mitbekommen hat, wie sehr Berlin über den Tod des Elefantenbabys Kiri getrauert und sich über die Geburt des anderen gefreut hat, der muss sich wundern. Wundern, dass nicht ein einziger Elefant, nicht ein einziges Zwergponyföhlchen in der Totalen über die deutschen Fernsehschirme läuft. Bis zu sechs Millionen schalten wöchentlich "Kommissar Rex" bei Sat 1, über vier Millionen "Unser Charly" im ZDF ein. Der Schimpanse lockt junges Publikum ohne Ende in den siechen Mainzer Zoo, der ermittelnde Schäferhund bringt dem Berliner Sender selten hohe Quoten. Dass Rex Charly in der Reichweite schlägt, ist wohl im günstigeren Sendeplatz begründet, den der stark behaarte Fahnder am Mittwochabend hat. Grafik: Tierische Fernsehhelden Oder es geht ein Riss durch die Generationen: Die Jugend möchte einen Affen daheim, die Älteren einen Hund. Aber eines ist bei beiden Produktionen klar: Wer Tiere zu Serienhelden macht, der hat ein Publikum erreicht, das sich noch Jahre später in Dankbarkeit erinnert. Siehe "Flipper", "Fury", "Lassie" - unvergessen.

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