Medien : Formel 1 rast ins Quotenminus

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Michael Schumachers Pech und Pleiten-Saison hat dem Fernsehsender RTL einen deutlichen Quotenrückgang beschert. Im Schnitt verfolgten 6,94 Millionen Formel-1-Fans die Übertragungen der 19 WM-Rennen. Das sind knapp 1,6 Millionen Zuschauer weniger als im Vorjahr (8,51 Millionen). Von der Bestmarke aus dem Jahr 2001, als auf dem Höhepunkt des Formel-1-Fiebers regelmäßig 10,44 Millionen Motorsportfreunde vor dem Schirm saßen, sind die TV-Macher weit entfernt. Der Marktanteil für die Saison 2005 sackte mit 41,7 Prozent auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren (1995: 40,9 Prozent), ist im Vergleich zu anderen Sendungen aber immer noch hoch. Selbst Fußball-Länderspiele übertreffen nur selten die 40-Prozent-Marke.

Die Betrübnis des Kölner Senders über den vierten Quotenrückgang in Folge hielt sich deshalb nach eigenen Angaben in Grenzen. „Es ist offensichtlich, dass die Zuschauer auf einen weniger erfolgreichen Michael Schumacher und sein Ferrari-Team reagiert haben. Das müssen die Fans erst verdauen“, sagte RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer. „Wir haben nach wie vor mit der Formel 1 ein Premiumprodukt und sind zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr mit einem erfolgreicheren Michael Schumacher und anderen deutschen Piloten aufwärts geht.“ Nicht nur das schwache Abschneiden des siebenmaligen Weltmeisters Schumacher drückte die Quote. Der Streit um das Regelwerk, Änderungen beim Qualifikationstraining und das Skandalrennen in Indianapolis haben der Formel 1 geschadet. Der bestehende Vertrag läuft bis 2007. „Den werden wir definitiv erfüllen“, sagte Bolhöfer. dpa/Tsp

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