Medien : „FR“: Sanierungsplan unterschrieben

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Die „Frankfurter Rundschau“ ist auf dem Weg zur Sanierung einen wichtigen Schritt vorangekommen. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich jetzt Geschäftsführung und Betriebsrat geeinigt und den Sanierungsplan unterschrieben, wie am Montag von beiden Seiten bestätigt wurde. Durch neue Sparkonzepte der Arbeitnehmervertreter könne die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen erheblich reduziert werden, sagte Karlheinz Kroke, Geschäftsführer des herausgebenden Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main.

„Durch die Zugeständnisse konnten wir 50 Arbeitsplätze retten. Die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen wird zudem auf ein Minimum gesenkt“, sagte Betriebsratschefin Ingrid Eckert dem Tagesspiegel. Die Einigung zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat sieht den Abbau von 200 Stellen vorwiegend durch Fluktuation vor. Die Zahl der Mitarbeiter der Zeitung, die im Juli von der Verlagsgruppe M. DuMont Schauburg mehrheitlich übernommen worden war, ist in den letzten fünf Jahren bereits von 1650 auf 720 Ende 2005 gesunken. Die Auflage der „FR“ lag zuletzt nur noch bei knapp 150 000 verkauften Exemplaren.

Der Sanierungsplan soll Kroke zufolge innerhalb eines Jahres umgesetzt werden und dabei einen „nachhaltigen Spareffekt in zweistelliger Millionenhöhe“ bringen, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Den größten Personalabbau soll es in der Druckerei geben, aber auch Anzeigenabteilung und Redaktion sind betroffen. Der Betriebsrat konnte nach eigenen Angaben verhindern, dass Teilbereiche ausgelagert wird. Die Mitarbeiter verzichten durch eine schlechtere Eingruppierung auf einen Teil des Gehalts. Zudem wurde das Angebot für eine besonders hohe Abfindung nun auf alle Beschäftigten ausgeweitet. Das bis Monatsende laufende Programm wird nach Krokes Worten gut angenommen. sag

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